Umstrittene Person

Mussolini-Enkelin gewinnt bei "Big Brother"

22.05.2026

Mussolini-Enkelin Alessandra (63) wurde bei der italienischen Version von "Big Brother" von rund 56 Prozent der Zuschauer zur Siegerin gekürt.

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© YouTube/ Mediaset Infinity (Screenshot)
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Damit konnte sich die ehemalige neofaschistische Abgeordnete und spätere Europa-Parlamentarierin gegen 15 Konkurrenten durchsetzen. Die Enkelin des italienischen Faschistenführers Benito Mussolini (†61) schwärmt gegenüber dem "Corriere della Sera" von ihrer Zeit bei "Big Brother": "Es war eine unendliche Freude. Ich bin hierher gekommen, um Spaß zu haben, um endlich sagen zu können, was ich denke. In Wirklichkeit gibt es diese Freiheit nicht."

Alessandra sorgt immer wieder für Aufregung. Ihr Vater Romano Mussolini (†78) war ein gefeierter Jazzpianist und eines der fünf ehelichen Kinder von Benito Mussolini. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Romano als Musiker bekannt. Er war Teil der italienischen High Society. Dabei lernte Romano Maria Scicolone (88) kennen.

Berühmter Familienstammbaum

Sie ist die Schwester der Filmlegende Sophia Loren (91) und somit die Tante von Alessandra. Ihr Familienstammbaum reicht vom italienischen Faschismus bis nach Hollywood.

Vor ihrer Karriere in der Politik war Alessandra Model, Schauspielerin und Sängerin. Zusätzlich hat sie ein Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen. Nach ihrem Wechsel in die Politik saß die Mussolini-Enkelin im italienischen Parlament, im Senat und sogar im Europaparlament.

Teil der rechten Regierungspartei

Die Politikkarriere startete sie in einer kleinen neofaschistischen Partei. Später wurde Alessandra Teil von Silvio Berlusconis (†86) Forza Italia. Derzeit gehört sie der rechten Regierungspartei Lega an.

Alessandra sorgt immer wieder für Kontroversen. Sie hat sich öffentlich nie von ihrem Großvater und Faschistenführer distanziert. Alessandra verteidigte regelmäßig Teile seines Erbes und löst damit in Italien heftige Debatten aus.

Die Mussolini-Enkelin provoziert auch mit Äußerungen. Einst sorgte sie mit einem homophoben Kommentar in einer Talkshow für Empörung. Jedoch später unterstützte Alessandra ein Gesetz gegen homophobe Gewalt. Ihren "Big Brother"-Gewinn in Höhe von 100.000 Euro will sie zur Hälfte spenden.