Im Interview

Verblendung: Craig jagt einen Killer

05.01.2012

Kommende Woche läuft Daniel Craigs neuer Thriller „Verblendung“ an.

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© Sony Pictures, Getty
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Daniel Craig wechselt das Metier. Im ersten Kinohit des Jahres 2012 jagt der Bond-Star als Journalist Mikael Blomkvist einen Serienmörder. Hollywood-Regisseur David Fincher zeigt atemberaubendes Spannungs-Kino in seiner Ver­sion von Verblendung (ab 12. 1. im Kino, das schwedische Original lief gerade im TV), dem ersten Teil der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson. Die Thriller waren große Weltbestseller.

Newcomerin Rooney Mara spielt Craigs Komplizin, die verhaltensgestörte Hackerin Lisbeth Salander – und wurde prompt mit einer Golden-Globe-Nominierung belohnt.

ÖSTERREICH: Mr. Craig, zeigen Sie auch in dieser Rolle den James Bond in Ihnen?

Daniel Craig: Nein. Es gibt keinen James Bond in mir. Ich versuchte, mich wie ein Journalist zu verhalten. Dieser Mikael Blom-kvist stellt sich gegen rechtes Gedankengut und gegen jede Art von Korrup­tion. So etwas ist sehr wichtig für die demokratische Gesellschaft. Da brauchte es bei der Arbeit keine Gedanken an James Bond.

ÖSTERREICH: Stieg Larsson wurde zum Kultautor.

Craig: Durch seinen plötzlichen Herzinfarkt-Tod mit 50, vor dem Beginn des Erfolgs, entstand eine Art Mythos um ihn. Mit seinen Texten erscheint er einem als sehr interessanter Mann, der ein Kämpfer war auf einem Kreuzzug gegen den Faschismus. Ich kann mich mit dieser Haltung gut identifizieren.

ÖSTERREICH: Rooney Mara, die eigenwillige Hackerin Lisbeth Salander ist eine der extremsten Frauenfiguren seit langem.

Rooney Mara: Ich bin mir nicht sicher, ob diese verstörte und zugleich so starke Person schon eine richtige Frau ist. Ich sehe Parallelen zwischen ihr und Pippi Langstrumpf – und ich habe versucht, diesen Aspekt in den Film zu bringen. Zum Casting ging ich aber nach einer durchzechten Nacht. Das schien mir für die Rolle angemessen.

ÖSTERREICH: Haben Sie schon Verträge für die anderen Millenium-Folgen?

Craig: Ja.

Trailer

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