Frische Filme 26.11.

Das sind die Kinotipps fürs Wochenende

26.11.2010

Pelzige Komödie und blutiges Gemetzel locken dieses Wochenende ins Kino.

Zur Vollversion des Artikels
© Screenshot/YouTube
Zur Vollversion des Artikels

Blutig!  "Saw 3D - Vollendung"

Obwohl der Puzzle-Mörder Jigsaw schon lange tot ist, scheint das Grauen immer noch kein Ende zu nehmen. Die wenigen Opfer, die die Todesfallen des Sadisten überlebt haben, schließen sich im siebten Teil zusammen und suchen Hilfe bei dem Selbsthilfe-Guru Bobby Dagen. Unwissentlich setzen sie jedoch eine neue Welle des Terrors in Gang. Kevin Greutert hat als Regisseur nach dem sechsten nun auch den siebten Teil der erfolgreichen Horrorfilm-Reihe "Saw" heraus gebracht: Mit diesem Streifen geht die Schocker-Serie, wie der Titel bereits verrät, zu Ende. Im letzten Teil wird dem Kinogänger etwas Spezielles geboten, nämlich ein Gemetzel in 3D.

Mit: Tobin Bell, Cary Elwes, Costas Mandylor, Betsy Russell



"Fair Game"

Es ging als "Plame Affair" in die US-Geschichte ein: Nachdem ihr Mann Joe Wilson die Massenvernichtungswaffen im Irak in einem Zeitungsartikel für eine Lüge erklärte, reagierte die Regierung mit drastischen Maßnahmen - das Weiße Haus enttarnte Valerie Plame als CIA-Agentin. Nach dem Gesetz ist das Hochverrat - und guter Stoff für eine Verfilmung. Doug Liman ist ein kurzweiliger, spannender Film über Zivilcourage und die Abgründe der Politik gelungen. Das Drehbuch basiert auf "The Politics of Truth" von Joseph Wilson und "Fair Game" von Valerie Plame. Sean Penn ist als leidenschaftlicher Verfechter der Wahrheit ganz in seinem Element, Naomi Watts brilliert in ihrer Darstellung zwischen Verzweiflung und Würdebewahrung.  

Regie: Naomi Watts, Sean Penn, Sam Shepard, Bruce McGill Mit: Doug Liman
 

 

"Männer im Wasser"

Fredrik, arbeitsloser Redakteur und ambitionierter Hobby-Sportler, steckt in der Midlife-Crisis. Seine Ehe ist geschieden und seine Ex-Frau will die rebellische Teenager-Tochter bei ihm abladen, um ihrer Karriere nachzugehen. Nach einer Niederlage ist es auch noch um die Zukunft seines Hockeyteams schlecht bestellt. Aus einer Schnapsidee heraus eröffnet sich für Fredrik ein neues Arbeitsfeld, nämlich Synchronschwimmen. Kaum sind seine Hockey-Kumpels mit im Boot, träumt Fredrik von der Teilnahme an den Synchronschwimm-Weltmeisterschaften in Berlin. Regisseur Herngren setzt hier weniger auf Klamauk, sondern vielmehr auf Situationskomik. Ähnlichkeiten zu Peter Cattaneos Komödie "Ganz oder gar nicht" sind kein Zufall - der britische Streifen diente als Inspiration für Herngrens Feel-Good-Movie.
Regie: Mans Herngren  Mit: Jonas Inde, Maria Langhammer, Andreas Rothlin-Svensson, Jimmy Lindström
 

 

"Reine Fellsache - Jetzt wird's haarig"

Dan Sanders (Brendan Fraser) zieht mit Ehefrau Tammy ( Brooke Shields ) und Sohn Tyler (Matt Prokop) von Chicago in die Wildnis Oregons.
Tiere fürchten um Leben

Grund für diese urbane Entwurzelung hin nach Einödien ist – wie könnte es anders sein – die Chance seines Lebens. Dan soll für die Firma Lyman Enterprises den Bau einer Wohnsiedlung überwachen. Freilich will der brave, amerikanische Mittelständler glauben, dass alles mit rechten ökologischen Dingen zugeht. Doch der skurrile Präsident des Konzerns will möglichst viel, billig und ohne Rücksicht auf Verluste bauen. Bevor der gutgläubige Dan realisiert, für was er missbraucht wird, haben die Tiere des Waldes längst begriffen, dass es für sie um die Existenz geht, und wehren sich mit allen Mitteln.
Abspann besser als Film

Leider können auch kuschelige Tiere diesen Film nicht retten, er ist platt und fad. Der Streifen zeigt, wie schrecklich die Menschheit mit dem eigenen Lebensraum umgeht. Bitterer Nachgeschmack, der ständig mitschwingt: In der Realität fehlt meist das Happy End. Ein schräges Highlight ist der Abspann. Fraser und Shields nehmen (eigene) Filmklassiker aufs Korn.
Regie: Roger Kumble  Mit: Brendan Fraser, Brooke Shields, Matt Prokop, Ken Jeong

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel