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62. Opernball: So schön war Eröffnung

08.02.2018

Sopranistin Valentina Nafornita sang Puccinis  "O mio babbino caro".
      

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© APA/GEORG HOCHMUTH
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Feierlich ist am Donnerstagabend der 62. Wiener Opernbal l eröffnet worden. Die österreichische Staatsspitze war durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vertreten, der heuer sein Debüt auf dem Fest beging. Für Aufregung sorgte eine nackte Femen-Aktivistin, die gegen den Präsidenten der Ukraine protestierte.

Eröffnung 

Die Opernball-Eröffnung hat mit Fanfaren-Klängen von Karl Rosner begonnen. Auf sie folgten die österreichische Bundeshymne sowie die Europahymne. Dabei gab es kurzfristig eine kleine Änderung. Statt der an Grippe erkrankten Daniela Fally war die moldawische Sopranistin Valentina Nafornita eingesprungen, die bereits bei der Eröffnung 2013 aufgetreten ist. Sie sang "O mio babbino caro" aus Puccinis "Gianni Schicchi" sowie gemeinsam mit Pavol Breslik "Lippen schweigen" aus Lehárs "Die lustige Witwe". "Bei meinem ersten Auftritt wusste ich noch nicht, was genau auf mich zukommt. Ich kannte den Opernball nicht, das war vielleicht sogar leichter", sagte die Sopranistin im Vorfeld im Gespräch mit der APA.

Ballett

Das Staatsopernballett, das zuletzt aufgrund von Verletzungen und Babykarenzen stark ausgedünnt war, kehrte am Ball mit voller Stärke zurück. Mit den Solotänzern Olga Esina, Maria Yakovleva, Robert Gabdullin und Roman Lazik an der Spitze tanzte es die vom Solotänzer Eno Peci eigens für den Ball kreierten Choreografien zu Josef Strauß' "Mein Lebenslauf ist Lieb'" und der Polka "Lust, Walzer und Feuerfest". Danach zogen die 144 Debütantenpaare in den Ballsaal ein - darunter wieder das offiziell schönste Paar Österreichs, Miss Austria Celine Schrenk und Mister Austria Alberto Nodale. Erstmals eröffnete auch ein Paar mit Downsyndrom den Ball - der Wilhelmsburger Felix Röper und seine Partnerin Swatina Wutha, die ursprünglich aus Hamburg stammt.
 
 
Die Gestaltung der Eröffnungs-Choreografie - "Stürmisch in Lieb' und Tanz", eine Polka von Johann Strauß (Sohn) - lag erneut bei Routinier Roman Svabek, der auch wieder die beliebten Publikumsquadrillen leitet. "Dieses Jahr war es wirklich extrem auf Linien aufgebaut, eine Altwiener Choreografie mit vielen Schwarz-Weiß-Effekten", erklärte der Tanzprofi. Beendet wurde die Choreografie mit einer Einlage der Jungherren: Nachdem sie vergangenes Jahr ihren Partnerinnen eine versilberte Rose übergeben hatten, wurden die Damen heuer gleich mit einem Blütenblätterregen bedacht. Dafür wurden in die Stecktücher der Jungherren Blätter eingearbeitet, die sie dann am Ende ihres Auftrittes in die Luft warfen. Mit den Worten "Alles Walzer" war der Ball eröffnet.
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