Gala-Premiere
"Blutgräfin" & "Vier minus drei": Austro-Stars bei der Berlinale
16.02.2026Die Filmemacherin und bildende Künstlerin Ulrike Ottinger interpretiert den Vampirmythos neu: als opulente Abenteuergeschichte voller morbider Komik. Austro-Regisseur Adrian Goiginger feierte Premiere mit seinem Drama "Vier minus drei".
Jahrzehnte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin im heutigen Wien wieder auf. Gemeinsam mit ihrer treuen Untergebenen Hermine versucht sie ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampiren, zu denen sie selbst gehört. Das Duo begibt sich auf eine Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte der Stadt und rekrutiert den melancholischen Neffen der Gräfin, einen Vegetarier-Vampir namens Rudi Bubi, sowie dessen Psychotherapeuten, um ihre Suche bis nach Böhmen auszuweiten. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen.
Am Montag feierte der Streifen bei der Berlinale seine glanzvolle Premiere. Schon beim Pressecall am Nachmittag zeigte sich der starbesetzte Cast in bester Laune. Allen voran Isabelle Huppert, die ganz in weiß und an der Seite von Ulrike Ottinger für ein Blitzlichtgewitter sorgte. Mit dabei auch die Austro-Protagonisten Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Maresi Riegner und Tom "Conchita" Neuwirth. Letzterer zog vor allem durch sein extravagantes Outfit alle Blicke auf sich. Auch der deutsche Kult-Star Lars Eidinger ließ sich den Nachmittags-Termin nicht entgehen. Die glanzvolle Premiere steht für Montagabend auf dem Programm.
Reinsperger & Pachler bei Goinginger-Premiere
Regieshootingstar Adrian Goiginger feiert mit seinem neuesten Werk "Vier minus drei" ebenfalls am Montag im legendären Zoo Palast seine Weltpremiere. Der 34-Jährige hat dabei die berührende Autobiografie von Barbara Pachl-Eberhart über den Unfalltod ihrer Familie adaptiert.
Valerie Pachner spielt die Rolle der Mutter Barbara, die mit ihrem Mann Heli (Robert Stadlober) und den beiden kleinen Kindern glücklich auf einem Hof in der Einschicht lebt, während beide Eltern als Clowns arbeiten. Bis Heli und die Kiddies an einem Bahnübergang ums Leben kommen und Barbara sich mit einem Male alleine sieht. Mit der APA sprach der Salzburger Filmemacher Goiginger ("Die beste aller Welten") aus Anlass der Weltpremiere über den Sinn der Clownphilosophie, seinen Fokus auf die Hoffnung und darüber, weshalb dieser Film sein eigenes Leben verändert hat.