Roman

"Half His Age": McCurdys
triste Liaison

28.01.2026

HALF HIS AGE beschreibt eine vielfach toxische Liebesbeziehung 

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.Ex-Kinderstar Jennette McCurdy  landete 2022 mit ihrer Autobiografie I’m Glad My Mom Died einen Bestseller. Darin beschrieb McCurdy den Missbrauch durch ihre Mutter, die sie auch in die Karriere als Kinderstar zwang. Suchtprobleme und Essstörungen waren ein Resultat dieser toxischen Beziehung.

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Affäre

Nun wendet sich McCurdy in ihrem neuen Buch Half His Age einer anderen Art von vergifteten Verhältnissen zu. Waldo ist 17, als sie eine Affäre mit ihrem Highschool-Lehrer Mr. Korgy anfängt. Für das Mädchen, das sich selbst als White Trash bezeichnet, ist das eine Flucht aus ihrem Leben. Die Mutter ist abgelenkt von zweifelhaften Liebesbeziehungen, wenn Waldo traurig ist, shoppt sie Ramsch. Mutter und Tochter sehnen sich nach Liebe, beide sind emotional bedürftig. Mr. Korgy, der melancholische Typ, sieht zwar ein, wie falsch die Affäre ist, genießt die sexuellen Zuwendungen aber doch zu sehr.

Klischees

Dieser Roman tut an mehreren Stellen weh. Einerseits wegen des ausgelutschten Klischees (das andererseits auch keines ist) der jungen, sexy Schülerin, die den abgerockten Lehrer verführt, andererseits weil diese Lolita-Beziehung auch in den Zwischentönen immer wieder deutlich und durchaus flott geschrieben Abhängigkeit, Sinn und Konsum verhandelt. McCurdy hat einen entlarvenden Blick auf ihre Figuren, die zwischen „social porn“ und Tristesse wechseln. 

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