Internationaler Kultursommer

Staatsoper Berlin bringt Jelinek-Urlesung

20.06.2012


Neben Berlin locken auch Beyreuth, Avion und Co. mit Hochkultur-Genuss.

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© Berliner Staatsoper
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Der Internationaler Kultursommer startet mit dem astronomischen Sommerbeginn: Im irischen Cork beginnt am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, das Cork Midsummer Festival, das bis 1. Juli einen bunten Mix aus Theateraufführungen, Konzerten, Tanz und Spektakel in die Stadt bringt. Motto: "We bring the world to Cork - and show Cork to the world." (www.arena.it)

München wartet mit "Ring" auf
Von Verona nach München sind es etwas mehr als 400 Kilometer - das geht sich aus, um am 23. Juni rechtzeitig zur Festspiel-Nacht an der Isar zu sein, mit der auf mehreren Innenstadt-Bühnen die Münchner Opernfestspiele starten. Höhepunkt des Eröffnungswochenendes ist eine Installation von Spencer Tunick, bei der mit roter oder goldener Körperfarbe bemalte nackte Teilnehmer Motive aus Wagners "Ring" nachbilden. Bis 31. Juli dreht sich auch sonst alles "Rund um den Ring", der am 30. Juni mit der Premiere der "Götterdämmerung" geschlossen wird. Einen Tag später gestaltet Nicolas Stemann eine "Urlesung" von Elfriede Jelineks Bühnenessay "Rein Gold" mit Birgit Minichmayr, Sebastian Rudolph und anderen. (www.staatsoper.de)

 Savonlinna feiert 100-jähriges Bestehen

Am 5. Juli startet das Opernfestival im finnischen Savonlinna seine Jubiläumssaison zum 100. Geburtstag mit einer großen Geburtstagsgala, die an die 20 Top-Solisten vereint. "Operndirektoren aus aller Welt überbringen bei diesem einzigartigen Konzert Grüße und Glückwünsche", versprechen die Organisatoren, die heuer das offizielle Programm erstmals mit einem "Fringe Festival" ergänzen. Bis 4. August mischt man drei klassische Inszenierungen aus der Geschichte des Festivals vor der stimmungsvollen Kulisse der Burg Olavinlinna - August Everdings Inszenierung der "Zauberflöte", Ilkka Bäckmans Version von Wagners "Der Fliegende Holländer" und Andras Mikos Produktion von Verdis "Aida" - mit zwei Uraufführungen: Kimmo Hakolas "La Fenice" und die erste gemeinsam online kreierte Internet-Oper "Free Will". (www.operafestival.fi)

Aix lässt Mozart antreten
Das Festival im südfranzösischen Aix startet ebenfalls am 5. Juli mit Wolfgang Amadeus Mozarts "Le Nozze di Figaro". Es dirigiert Jeremie Rhorer, Regie führt Richard Brunel, die Susanna singt Patricia Petibon. Tags darauf folgt Marc-Antoine Charpentiers biblische Tragödie "David et Jonathas" unter William Christie in der Regie von Andreas Homoki. Neben Maurice Ravels "L'Enfant et les sortilèges" und Mozarts "La Finta Giardiniera" steht bis 27. Juli auch die Uraufführung von George Benjamins Oper "Written on Skin" zu einem Libretto von Martin Crimp auf dem Programm. (www.festival-aix.com)

Über 35 Stücke in Avignon 
Einen Katzensprung entfernt frönt man dem Tanz- und Sprechtheater: Mehr als 35 Stücke bietet das 66. Theaterfestival in Avignon vom 7. bis 28. Juli. Simon McBurney eröffnet das Programm im Ehrenhof des Papstpalastes mit seiner "Der Meister und Margarita"-Inszenierung, die kürzlich bei den Wiener Festwochen begeisterte. Auch dieses Jahr fehlen die Regisseure Thomas Ostermeier und Christoph Marthaler nicht. Der Intendant der Berliner Schaubühne wird das Stück "Der Volksfeind" von Henrik Ibsen aufführen und der Schweizer Regisseur zeigt "Meine faire Dame - ein Sprachlabor". Nicolas Stemann gastiert mit Elfriede Jelineks "Die Kontrakte des Kaufmanns", Stephane Braunschweig bringt Pirandellos "Sechs Personen suchen einen Autor". (www.festival-avignon.com)

Bayreut auf Wagner-Kurs

Nur ein Jahr älter als Savonlinna sind die Richard-Wagner-Festspiele. In Bayreuth eröffnet am 25. Juli Jan-Philipp Glogers Inszenierung von "Der fliegende Holländer" die 101. Ausgabe des Traditions-Festivals am Grünen Hügel. Christian Thielemann dirigiert auch die Wiederaufnahme des umstrittenen "Tannhäuser". Auf dem Spielplan der Saison vor dem großen Wagner-Jahr stehen weiters "Tristan und Isolde" in der aus dem Jahr 2005 stammenden Deutung von Christoph Marthaler, die "Lohengrin"-Inszenierung von Hans Neuenfels sowie Stefan Herheims Interpretation des "Parsifal". (www.bayreuther-festspiele.de)


 
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