ÖSTERREICH-Konzert

Joss Stone nach Psycho-Krieg in Wien

17.02.2010

Nach Psycho-Krieg mit EMI darf Joss Stone wieder singen. Am 20.02. auch in Wien.

Zur Vollversion des Artikels
© EPA
Zur Vollversion des Artikels

Konzert. „Ich war zehn, ging zu meiner Mum und sagte: ‚Wir haben zwar viele Schallplatten, aber keine einzige von Aretha Franklin. Das ist grausam von euch und grob fahrlässig, eigentlich schon fast Kindesmissbrauch.‘“ Zwei Wochen später bekam Joss Stone ein Best-of-Album, „und ich habe mir damit meine Wurzeln gelegt“. 12 Jahre später verbucht sie 10 Millionen verkaufte CDs, Hits wie Right To Be Wrong oder You Had Me und Duette mit Robbie Williams, Jeff Beck & Co. Am Sonntag kommt sie zum ÖSTERREICH-Konzert nach Wien. Für die Colour Me Free-Show im Gasometer sind über 2.000 Tickets verkauft.

Wunderkind.
Mit 22 Jahren und einer Soul-Stimme, die an Legenden wie Dusty Springfield oder Gladys Knight erinnert, gilt Stone längst als Wunderkind des Soul-Pop: „Ich habe die Guinness Buch-Einträge für ,jüngste Sängerin auf Platz eins‘ und ‚jüngste Brit-Award-Gewinnerin‘, doch was bedeutet das wirklich? Ich komponiere lieber weiter gute Songs, die mir gefallen, als mich an solchen Auszeichnungen zu ergötzen.“

Psycho-Krieg.
Qualität gegen Kommerz – dieser Diskussion musste sich Stone, allen Erfolgen zum Trotz, letzten Sommer stellen. Denn ihre Plattenfirma EMI wollte die CD Colour Me Free nicht veröffentlichen. „Die hielten das für nicht radiotauglich. Die wollten mir, dem Star, der vielen von denen die Miete zahlt, erklären, wie Musik funktioniert“, erinnert sich Stone im ÖSTERREICH-Interview an den Psycho-Krieg.

Freiheit.
Der Drang nach Freiheit ging so weit, dass sie sich sogar für zwei Millionen Euro aus dem Vertrag freikaufen wollte. „Aber nicht einmal das ließen sie zu. Erst als ich drohte, nie mehr CDs zu machen und nur mehr live zu singen, konnten wir uns einigen. Plötzlich ‚durfte‘ ich die CD doch so machen wie ich wollte.“

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel