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Matthias Naske wird Konzerthaus-Chef

17.09.2012

Rechtswissenschafter Naske leitet derzeit nochdie Philharmonie in Luxemburg.

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© APA/SEBASTIEN GREBILLE / PHILHARMONIE LUXEMBOURG
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Seit dem Bekanntwerden des Abgangs von Konzerthaus-Intendant Bernhard Kerres mit Ende der Saison 2012/13 war er im Gespräch: der Wiener Matthias Naske (48), der derzeit noch die Philharmonie von Luxemburg leitet. Jetzt ist sein Wechsel nach Wien fix, die Direktion des Wiener Konzerthauses bestätigte seine Berufung am 17. September gegenüber der APA. Eigentlich ist Naske bis 2015 vertraglich an Luxemburg gebunden. Für den Wechsel nach Wien wird Naske vorzeitig aus diesem Vertrag entlassen. Der Musikmanager war in den vergangenen Jahren regelmäßig für die großen Posten der österreichischen Klassik-Landschaft im Gespräch, so etwa als Nachfolger von Ioan Holender an der Wiener Staatsoper oder als Direktor der Wiener Volksoper.

Wiener an Spitze des WIener Konzerthauses
Matthias Naske wurde 1963 in Wien geboren. Er studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Wien und arbeitete im Generalsekretariat der Jeunesses Musicales Österreich. Im Jahr 1988 übernahm er die Leitung des künstlerischen Betriebsbüros des Gustav Mahler Jugendorchesters unter Claudio Abbado. Zeitgleich fungierte er als Generalsekretär der Fritz Kreisler Gesellschaft Wien und leitete das Projekt "Webern Ensemble" im Rahmen von Wien Modern. 1991 bis 1996 übernahm er unter der künstlerischen Leitung von Sandor Vegh das Generalsekretariat der Camerata Academica Salzburg.

Seit 2003 in Luxemburg  
1996 wechselte er ebenfalls als Generalsekretär bis 2003 zurück zur Jeunesses Musicales Österreich, ehe ihn im Jänner 2003 der Ruf nach Luxemburg ereilte, wo er Generaldirektor der sich zu dieser Zeit noch im Bau befindlichen neuen Philharmonie wurde. Im neuen Konzerthaus Salle de Concerts Grande-Duchesse Josephine-Charlotte gestaltete er ein abwechslungsreiches Programm von Lorin Maazel und Riccardo Muti bis zum New Yorker Remix-Master DJ Spooky. Dort konnte er Erfahrungen im Aufbau eines Konzerthauses sowie mit der Übernahme eines Orchesters sammeln. 2010 wurde sein Vertrag um fünf Jahre verlängert.

Neuer Konzerthaus-Chef freut sich schon auf  Wien  

Naske galt bereits 2007, als Christoph Lieben-Seutter das Konzerthaus in Richtung Hamburger Elbphilharmonie verließ, als einer der Favoriten für die Intendanz im Wiener Konzerthaus. Mit 1. Juli 2013 wird Naske die Leitung des Hauses für vorerst viereinhalb Jahre übernehmen, bereits ab Jänner kommenden Jahres soll ein "gleitender Übergang" vollzogen werden, so Konzerthaus-Präsidentin Teresa Jordis im APA-Gespräch. "Das Wiener Konzerthaus und auch viele der anderen der kulturellen Institutionen Wiens waren für mich seit früher Jugend privilegierte Lebensräume, die wesentlich dazu beitragen eine Stadt lebens- und liebenswert zu machen", erklärte Naske in einer ersten Stellungnahme. Auf die Arbeit "mit dem bewährten Team dieser traditionsreichen und dennoch so lebendigen Institution" freue er sich sehr.



 
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