"Pop-Prostitution"

Nina Hagen: "Gaga ist Satans Schlampe!"

08.04.2010

Hagen machte am 7.4. Wien unsicher: Das Interview & der Gaga-Angriff.

Zur Vollversion des Artikels
© APA/Pfarrhofer
Zur Vollversion des Artikels

Skurillo-Show von Nina Hagen (55) in Wien. Für die Promotion ihres Uferlos-Konzerts (26. 6., Stadthalle) eingeladen, versäumte sie gleich den Flieger in Berlin: „Das war Gottes Wunsch.“ Dafür lieferte sie bei der Presse-Konferenz statt Wortspenden nur Protest-Songs. Doch beim ÖSTERREICH-Interview kam sie in Fahrt:

© Zeidler

Kennen sich seit 20 Jahren: ÖSTERREICH-Musikexperte Thomas Zeidler und Nina Hagen
Bild: (c) Zeidler

ÖSTERREICH: Sie haben den Wien-Flug versäumt …
Nina Hagen: Gott wollte nicht, dass ich mitfliege. Also ließ er das Gate vorzeitig schließen, weil er andere Pläne mit mir hatte.

ÖSTERREICH: Welche Pläne?
Hagen: Statt mit angehender Bronchitis zu fliegen, hab ich mich ausgeruht und bin nun voll fit. Alles nur Gottes Werk. Auch dass ich nun eine Gospel-CD machen darf. Das war eine Erhörung. Weil mich meine spirituelle Familie in Indien angelogen hatte und Ziegenopfer brachte.

ÖSTERREICH: Liefern Sie mit Gospels nun Antworten auf die Missstände der Kirche?
Hagen: Ich spreche immer aus, was der Papst nicht ausspricht. Was zur Zeit in der katholischen Kirche passiert, ist eine Chance. Schon Jesus sagte, dass die Wahrheit frei macht.

ÖSTERREICH: Sind Sie böse auf den Papst und seinen Umgang mit dieser Sache?
Hagen: Gott ist niemals böse auf einen Menschen, aber er hilft durch den Heiligen Geist die Wahrheit zu erkennen. Als letztes Jahr Michael Jackson gestorben ist, kam dadurch plötzlich wieder soviel Licht, Liebe, und Wahrheit zurück. Dadurch bin ich mehr und mehr aufgewacht.

ÖSTERREICH: Glauben Sie noch immer an Ufos?
Hagen: Ich habe mir jahrelang was vorgemacht und gedacht, dass das was Positives ist. Doch inzwischen habe ich sehr schockierende Erlebnisberichte gehört. Von Menschen, die von irgendwelchen Typen entführt und gegen ihren Willen gefoltert wurden.

ÖSTERREICH: Was halten Sie von Lady Gaga?
Hagen: Sie ist eine satanistische Schlampe, mit ihren faschistischen und dämonisch-angehauchten Geheimzeichen. Ihre Pop-Prostitution hat mehr mit Bikini-Werbung als mit Wärme zu tun. Ich habe immer die Liebe verspritzen lassen, aber bei ihr verspritzt bloß der Luxus.

ÖSTERREICH: Am 26. Juni singen Sie in der Stadthalle?
Hagen: Es wird ein Querschnitt meiner Karriere, aber sicher nicht querschnitts-gelähmt.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel