Haushalt

Salzburg: Budget 2016 beschlossen

09.06.2015

Rabl-Stadler: "Mischung aus Neuinszenierungen und Wiederaufnahmen."

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© Franz Neumayr
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Das Kuratorium der Salzburger Festspiele hat am Dienstagnachmittag seine Zustimmung zu Programm und Budget für 2016 erteilt. Das Direktorium hatte dem Gremium einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Gleichzeitig wurde der eingeschlagene Konsolidierungskurs bestätigt und dem Direktorium Dank für ein "hochattraktives Programm" ausgesprochen, hieß es nach der Sitzung in einer Aussendung.

Einsparungen
Im Personalbereich sind bereits für das Geschäftsjahr 2015/2016 Einsparungen eingeleitet worden. Damit soll die kalkulierte Lohnerhöhung von 2,5 Prozent vollständig aus eigener Kraft finanziert werden. Außerdem hat das Direktorium beschlossen, die Sachkosten für die nächsten drei Jahre einzufrieren, was eine jährliche Einsparung von mindestens 60.000 Euro bedeutet. Dennoch wird das Gesamtbudget wegen etwas höherer Kosten im künstlerischen Bereich um 2 Prozent auf 60,5 Millionen Euro ansteigen.

Sorgen bereitet den Festspielen die Erhöhung der Mehrwertsteuer für die Eintrittskarten, die sich mit rund 750.000 Euro auswirken wird. Um weiterhin dieselben Netto-Erlöse zu erzielen, müssten die Bruttopreise um drei Prozent angehoben werden. Eine genaue Entscheidung wurde heute nicht gefällt: Nach dem Sommer soll geklärt werden, wie die Erhöhung der Preise an die Besucher weitergegeben wird.

Spannende Mischung
Inhaltlich kündigte Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler für kommendes Jahr erneut eine "spannende Mischung aus Neuinszenierungen und Wiederaufnahmen" an. "Insgesamt ist das Programm von dem Gedanken geleitet, viele Gründe zu bieten, nach Salzburg zu reisen", so Rabl-Stadler. Und der Künstlerische Leiter Sven-Eric Bechtolf betonte, dass es den Festspielen trotz schwieriger finanzieller Bedingungen wichtig sei, die Sorge um die Qualität der künstlerischen Produktionen über alle andere Bedenken zu stellen. "Wir sind froh, dass es uns durch vielfältige Maßnahmen gelungen ist, den steigenden Kostendruck aus eigener Kraft auszugleichen, um ein reichhaltiges und attraktives Programm zu gestalten."
 

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