Ungewisse Zukunft

Salzburg: Festspiel-Chaos nach Hinterhäuser-Trennung

27.03.2026

Nach der Beurlaubung von Markus Hinterhäuser läuft in Salzburg die Suche nach einem neuen Festspielintendanten auf Hochtouren. Nikolaus Bachler, Cecilia Bartoli, Florian Wiegand und Matthias Naske sind die ersten Favoriten.  

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Heute Freitag (27. März( sollen die Salzburger Osterfestspiele mit dem Richard-Wagner-Klassiker "Das Rheingold" eröffnet werden. Die ewig gültige Thematik von Macht, Gier und Verrat kann man durchaus auch als Sinnbild für den aktuellen Status Quo in Salzburg sehen. Am Donnerstag (26. März) wurde ja Intendant Markus Hinterhäuser vom Kuratorium unter Leitung von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler mit sofortiger Wirkung beurlaubt. aufgrund „unüberbrückbarer Auffassungsunterschiede und Differenzen“.

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Hinterhäuser hatte die Festspiele seit 2016 geleitet mit bis zu 98,4 % Auslastung und eigentlich auch eine Verlängerung bis Herbst 2031 vereinbart. Auslöser der Unruhe waren die Querelen zwischen Hinterhäuser und dem Kuratorium über die Bestellung einer neuen Schauspielleitung nach der frühzeitigen Trennung von Marina Davydova.

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Favoriten: Nikolaus Bachler (o.) und Cecilia Bartoli (u.)

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Jetzt läuft die Suche, bei der nach den Absagen von Franz Welser-Möst und Stephan Pauly u.a. der ehemalige Volksopern-Chef Nikolaus Bachler, der seit 2020 auch als kaufmännischer Geschäftsführer der Osterfestspiele agiert, Pfingstfestspiel-Leiterin Cecilia Bartoli, der ehemalige Konzertchef Florian Wiegand und Matthias Naske, Intendant des Wiener Konzerthauses, als Favoriten gelten.

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Operative Leitung: Kristina Hammer und Lukas Crepaz 

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Hochmair und Duran (u.) spielen heuer "Jedermann"

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Bis zur Finalisierung übernehmen Präsidentin Kristina Hammer und der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz die operative Leitung. Das Festspielprogramm für 2026 mit Philipp Hochmair als „Jedermann“ und Roxane Duran in der Rolle der „Buhlschaft“ ist bereits fixiert. Die Planung für 2027 soll weit fortgeschritten sein.