ESC-Aufreger

Groß-Demo gegen Israel, keine Pläne für Russland-Comeback

16.05.2026

Vor dem ESC-Finale in Wien wurde klargestellt: Russland hat keine Zukunft beim Song Contest. Gegen die Teilnahme von Israel gingen in Wien tausende auf die Straße. 

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Während in der Wiener Stadthalle die letzten Vorbereitungen auf das Finale des 70. Eurovision Song Contests liefen, haben am Samstagnachmittag einige hundert Menschen bei einer Großdemonstration unter dem Motto "Keine Bühne für den Völkermord" gegen die Teilnahme von Israel beim ESC protestiert. Die Teilnehmer zogen dabei ab 14.00 Uhr vom Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof über die Schmelzbrücke hinter die Stadthalle. Das Ende war um 17.00 Uhr geplant.

Wie schon bereits beim "Song Protest" am Freitag wurde das Demo-Bild vor allem von Palästina-Fahnen geprägt. Mit Salah Abdel Shafi war auch der palästinensische Botschafter in Österreich vertreten. Dieser sprach von einer "Schande". "Die Teilnahme Israels ist ein Versuch, Völkermord zu normalisieren", so Shafi. Kunst sei auch niemals unpolitisch. "Wir sind vereint in der Liebe, wir sind vereint im Frieden, aber wir sind nicht vereint im Genozid", sagte der Botschafter.

Auch die Organisation hatte für die Teilnahme von Israel kein Verständnis. "Während trotz eines angeblichen 'Waffenstillstandes' täglich Palästinenserinnen und Palästinenser im Gazastreifen umgebracht werden, während Hilfsgüter weiter zurückgehalten werden, wird Israel im Rahmen des Song Contests eine Propaganda-Bühne geboten", hieß es. Zudem könnte die Stadt Wien die geschätzten rund 23 Millionen Euro, die für den Song Contest aufgebracht worden sind, besser in die Mindestsicherung oder den öffentlichen Verkehr investieren.

Wegen des Ukraine-Krieges wurde Russland vom ESC ausgeschlossen. Auf der PK vor dem großen Event hieß es klar und deutlich: "Es gibt keine Pläne Russland zurückzuholen!"