Jubiläum

Umstritten und polarisierend: Hrdlicka wird 80

11.02.2008

"I bin a Stalinist": 20 Ausstellungen in Österreich, Deutschland und anderen Ländern werden zu Ehren Alfred Hrdlickas präsentiert.

Zur Vollversion des Artikels
© Helmut Fohringer
Zur Vollversion des Artikels

Alfred Hrdlickas 80. Geburtstag am 27. Februar: Nicht weniger als 20 Ausstellungen in Österreich, Deutschland und anderen Ländern sind in zu seinen Ehren in Planung, auch zwei umfangreiche Publikationen setzen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Bildhauer auseinander. Auch der ORF würdigt Hrdlicka.

Retrospektive wandert im Sommer nach Wien
Bis 29. Juni läuft noch die große Retrospektive in der Kunsthalle Würth (Schwäbisch Hall), wo rund 200 Werke des Künstlers vertreten sind. Diese Ausstellung wandert im Sommer in adaptierter Form ins das Wiener Künstlerhaus (8. August bis 22. September). Die Galerie Ernst Hilger eröffnet am 28. Jänner (19.30 Uhr) die Schau "Fleischeslust - Akte Kohle auf Leinwand" (bis 5. April), im Rahmen derer es auch zum offiziellen Geburtstagfest kommen wird.

Das Dommuseum Wien widmet sich von 11. März bis 17. Mai dem religiösen Werk Hrdlickas mit Zeichnungen, Bronzen und Radierungen. Ab April werden am Albertinaplatz, wo Hrdlickas Mahnmal gegen Krieg und Faschismus steht, acht bis neun Bronzen aufgestellt, weiters plant er eine Skizze in einen Sandstein zu zeichnen, um den Prozess des Bildhauens der Öffentlichkeit zu veranschaulichen, zumal er aus gesundheitlichen Gründen keine Skulpturen mehr schaffen kann.

"Ich bin ein Fleischhauer - Alfred Hrdlicka im Porträt" nennt sich der 30-minütige ORF-Beitrag in "art.genossen" am 18. Februar (23.30 Uhr, ORF 2, Gestaltung: Ines Mitterer und Claudia Teissig), am Tag zuvor zeigt 3sat (10.35 Uhr) "Ein Leben zwischen Kunst und Leidenschaft - Bekenntnisse des Alfred Hrdlicka".

"I bin a Stalinist"
Für Aufsehen gesorgt hat Hrdlicka, als er während einer Talkshow zugab, bekennender Stalinist zu sein. Die mediale Erregung war groß: Viel wurde ihm vorgeworfen, Kritiker fragten sich, ob er die Millionen an Menschen, die unter Stalin brutal getötet wurden, bewusst ausklammere - was naturgemäß für einen Skandal sorgte. Die Medien überhäuften sich mit Schockmeldungen.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel