Tausende ausgesperrt

Wirbel um Sommernachtskonzert

27.05.2016

Der Andrang zum Schönbrunn-Event war so groß wie noch nie.

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© APA
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Jedes Jahr aufs Neue begeistert das Sommernachts-Konzert der Wiener Philharmoniker die Massen. Kein Wunder, ist das Mega-Event nicht nur gratis, sondern findet auch noch vor einer traumhaften Kulisse statt. Zwischen dem Schloss Schönbrunn und der Gloriette spielen die Musiker auf. Machte sonst das Wetter dem Event oft einen Strich durch die Rechnung, meinte es der Wettergott dieses Jahr gut. Es blieb trocken und war sogar relativ warm.

Kein Wunder also, dass der Andrang dieses Jahr so groß war wie noch nie. 100.000 Menschen stürmten nach Schönbrunn. Tausende andere mussten jedoch ausgesperrt werden. Bereits um 20 Uhr war alles voll und das Sicherheitspersonal ließ niemanden mehr hinein.

Andrang
Der gesamte Park musste bei 57.000 Zuschauern im Gelände angesichts des anhaltenden Ansturms für den weiteren Einlass gesperrt werden - hinzu kamen heuer rund 45.000 Besucher vor der Gloriette, was eine Verdopplung gegenüber den Vorjahren darstellt, so die Organisatoren gegenüber der APA. Der Sommernachtskonzertgast kann sich also offensichtlich damit anfreunden, dass man sich den jeweiligen Jahrestermin nicht mehr als fixen Regentag im Kalender eintragen kann.

Schon in der U4 erfolgte recht bald die Durchsage, dass alle Anreisenden für das Konzert keine Chance mehr hätten, da niemand mehr hineingelassen würde. Viele enttäuschte Gesichter mussten also wieder den Weg nach Hause antreten.

Einmalige Atmosphäre
Schließlich lockte das Volks-E-Musikfest bei freiem Eintritt und übertragen von ORF 2 und 3sat schon zum 13. Mal in den Barockgarten. Akustisch ist dieser natürlich nicht der Goldene Saal des Musikvereins, wartet dafür aber mit Atmosphäre auf, die es nur an der frischen Luft gibt, wenn die Vögel ihren Beitrag zur Klangkulisse liefern und vom nahen Tiergarten immer wieder tierische Düfte herübergetragen werden.
 

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