Formel-1-Legende

Lauda will Weltraumpilot werden

25.04.2009

Der dreifache F1-Weltmeister hat bereits 200.000 Dollar für den Virgin-Galactic-Flug ins All überwiesen. Rubens Barrichello kommt als Passagier mit.

Zur Vollversion des Artikels
© chrissinger
Zur Vollversion des Artikels

Österreichs 60-jährige Formel-1-Legende Niki Lauda will ins All. Der dreifache Weltmeister und Billigfluglinien-Besitzer hat bereits 200.000 Dollar (151.149 Euro) an Virgin Galactic überwiesen, um an einem kommerziellen Weltraumflug als Pilot teilnehmen zu können, wie der Milliardär Richard Branson am Samstag im Vorfeld des Formel-1-Grand-Prix von Bahrain bestätigte.

Rubens Barrichello will mit
Branson, dessen Virgin Group das in der WM führende BrawnGP-Team unterstützt, nutzte das Rennen in Sakhir, um sein Weltraum-Projekt zu promoten. Neben Lauda habe sich auch der brasilianische BrawnGP-Pilot Rubens Barrichello bereits sein "Ticket ins All" gesichert - jedoch als Passagier. Auch der aktuelle WM-Zweite musste umgerechnet mehr als 151.000 Euro dafür bezahlen. "Die beiden können es sich leisten", meinte Branson.

Space Shuttle als Traum
"Ich selbst fliege als Pilot mit Boeings und Airbussen, und mein einziger Traum war es immer, ein Space Shuttle zu fliegen. Aber leider war das unmöglich für mich", sagte Lauda, der nach einer Hüftoperation derzeit Krücken benötigt. "Daher habe ich mich sofort gemeldet, als Richard dieses Projekt gestartet hat."

Wartezeit: 3 Jahre
Weltraumtouristen können voraussichtlich ab 2012 mit Virgin Galactic direkt ins All fliegen. Geplant ist, dass zwei Piloten mit sechs Passagieren einen kurzen Weltraumflug absolvieren. Das Raumschiff soll dabei mit einem speziellen Trägerflugzeug, dem sogenannten Mutterschiff, in die Erdumlaufbahn geflogen werden.

Branson plant für sein Projekt, spezielle Raumfahrtzentren im Mittleren Osten und im US-Bundesstaat New Mexico sowie in Australien oder Asien zu errichten. "Wir stehen derzeit mit Bahrain, Katar, Abu Dhabi, Dubai und Saudi-Arabien in Verhandlungen. In den nächsten zwei Monaten werden wir uns für einen dieser fünf Standorte entscheiden", verriet Branson.

Der Virgin-Milliardär geht davon aus, dass das erste seiner Raumschiffe bis zum Jahresende fertiggestellt sein wird. Danach folgt eine 18-monatige Testphase, bevor Branson mit seiner Familie den ersten Flug absolvieren wird. Lauda benötigt eine spezielle Ausbildung, um als Weltraumpilot für Virgin Galactic ins All fliegen zu können. "Danach wird Niki sowohl mit dem Mutterschiff als auch mit dem Raumschiff fliegen können", erläuterte Branson.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel