Von Plattenfirmen abgelehnt

Matthias Reim: Seine größten Hits

02.05.2014

"Verdammt, ich lieb' dich" wäre beinahe gar nicht veröffentlicht worden.

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Wer an Matthias Reim denkt, der denkt an „Verdammt, ich lieb‘ dich“. Sein größter Hit ist absolut Kult. Allein vom Hören kennen ihn zumeist sogar jene, die mit dem Namen Matthias Reim vielleicht nicht viel anfangen können. Kein Mensch im deutschsprachigen Raum, der nicht schon einmal auf einer Feier lautstark zum Refrain „Verdammt, ich lieb‘ dich. Ich lieb‘ dich nicht.“ mitgesungen hätte.

Steiniger Weg
Dabei wäre aus einem der größten Hits der deutschen Schlagergeschichte beinahe gar keiner geworden. „Verdammt, ich lieb‘ dich“ wurde von Bernd Dietrich, sowie Reim selbst geschrieben. Bereits 1989 stellten die beiden es bei der Plattenfirma Electrola vor. Die Verantwortlichen lehntne mit der Begründung ab, dass man darin kein Potenzial erkenne. Erst Polydor Records schlug zu. Am 2. April 1990 erschien die Single und wäre vielleicht auch so noch nicht zu dem Megahit geworden, wenn nicht das Schicksal ein zweites Mal seine Finger im Spiel gehabt hätte. Ein mit Reim befreundeter Sänger vermittelte den Song an ZDF-Moderator Wim Thoelke. Dem gefiel das Lied so gut, dass er es prompt in seiner „Deutschen Schlagerparade“ vorstellte. Durch die Sendung wurde „Verdammt, ich lieb‘ dich“ von heute auf morgen einer großen Menge an Leuten bekannt. Von diesem Moment an, gab es kein Halten mehr.

Megahit
Zwischen Mai und September 1990 hielt sich der Song 16 Wochen lang auf Platz eins der deutschen Hitparade. Damit ist es das erfolgreichste deutschsprachige Lied seit der Einführung wöchentlicher Charts in Deutschland. Auch in Österreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz kletterte der Schlager von Null auf Platz eins. Allein in Deutschland ging die Single 500.000 Mal über den Ladentisch. Weltweit wurden 2,5 Millionen Platten davon verkauft. Auch das dazugehörige Album „Reim“ eroberte in Deutschland und in der Schweiz Platz eins der Charts. An den Erfolg konnte er erst 2013 mit seinem Album „Unendlich“ wieder anschließen.

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