Jetzt wird's bissig

Tierschutz-Ladys: Streit um Spenden eskaliert

17.11.2012

Fiona will 70.000 Euro spenden – "Tierball"-Chefin Martzak droht mit Klage.

Zur Vollversion des Artikels
© Neumayr
Zur Vollversion des Artikels

Donnerstag der vorvergangenen Woche: Im Parkhotel Schönbrunn geht der „Wiener Tierball“ über die Bühne. Ballmutter ist die Schauspielerin Brigitte Martzak (erinnerlich ihr Auftritt in Kottan ermittelt). Als glitzernde Schirmherrin fungiert Fiona Pacifico-Griffini Grasser.

Doch der Benefiz-Abend gipfelt in einem Malefiz-Event: Martzak und die Tiroler Kristall-Lady beginnen einen handfesten Charity-Krieg. Die frustrierte Ball-Chefin beklagt, dass sie nur 5.000 Euro aufs Konto überwiesen bekommen habe.

Fiona dagegen moniert, dass Martzak ihr keinen Einblick in die Ball-Konten gewähren würde, und plant, die von ihr gesammelten 70.000 Euro lieber selbst Tierschutz-Organisationen – ohne den Umweg über Martzak – zukommen zu lassen (s. Interview auf Seite 2).

Montag der vergangenen Woche: Der Streit der Tierball-Ladys eskaliert. Martzak schimpft im ÖSTERREICH-Talk: „Wer wie Fiona Gansl essen geht, ist in meinen Augen keine Tierschützerin!“ Und: „Wir wollen Tieren helfen und brauchen keine Ego-Trips.“

Fiona kontert, gleichfalls in ÖSTERREICH: „Schauen Sie, die Frau Martzak ist eine arme Frau! Da brauchen Sie sich nur die wirren Mails anzuschauen, die sie mir geschickt hat ... Mehr will ich nicht sagen. Sonst schaden wir ihr nur noch mehr.“

Am Dienstag dann erhält ÖSTERREICH Einsicht in die besagte Mail-Korrespondenz zwischen Martzak und Fiona. Da geht es ans Eingemachte: „Habe die ganze Zeit, das ganze Jahr von dir keine finanzielle Zuwendung erfahren. Wollte mir nur Geld ausborgen, da wir finanziell am Ende waren. Du hast nichts hergeborgt!!!“, wirft Martzak der Schirmherrin vor ...

Schließlich ergreift auch Fionas Ehemann Karl-Heinz Grasser via E-Mail das Wort: „Fiona hat ein klares Interesse, nämlich dass 100 % der von ihr persönlich gesammelten Spenden (...) auch zu 100 % bei den Tierschutzorganisationen landen.“
Und Grasser weiter: „Leider ist Frau Martzak nicht mit rationalen Maßstäben zu messen ...“

Ende der Woche war von einer Klagsdrohung Martzaks die Rede – und ein Happy End der leidigen Causa „Wiener Tierball“ alles andere als in Sicht.

Nächste Seite: Fiona: "Wirre Mails und massive Drohungen"

Fiona: "Wirre Mails und massive Drohungen"

ÖSTERREICH: Kann man bald mit einem Happy End der Tierball-Spenden-Affäre rechnen?
Fiona Pacifico-Griffini Grasser: Da haben Sie ganz recht, ein Happy End wäre jetzt wirklich nötig! Schließlich muss jeder Cent den Tieren zugutekommen ... Aber die Frau Martzak schickt immer noch verrückte SMS und wirre Mails (lacht). Man müsste ihr einen Maulkorb verpassen!

ÖSTERREICH: Sie monierten, dass Tierball-Chefin Martzak Ihnen keinen Einblick in die Konten gewährte. Deshalb wollen Sie nun selbst bestimmen, wer die von Ihnen gesammelten Spenden bekommt. Gibt es da schon Adressaten?
Fiona: Ich bin noch am Checken dieser Liste ... Immerhin geht es um 70.000 Euro und zusätzliche Futterspenden im Wert von 8.000 Euro. Aber ich habe da schon ein paar mögliche Empfänger wie den „Gnadenhof“ von Evelyn Popp oder das „Haus der Katzenfreunde“ in Atzgersdorf im Kopf ...

ÖSTERREICH: Stimmt es, dass Brigitte Martzak Sie – wegen „Blockierung“ der Spenden – jetzt klagen will?
Fiona: Ja, ich habe das auch gehört, und bin diesbezüglich mit meinen Anwälten in Kontakt. Im Übrigen kriegen wir nach wie vor irrationale Briefe und massive Drohungen von Frau Martzak. Das geht uns zu weit!

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel