Zickenkrieg
Paris Hilton drohen 10 Millionen Dollar Strafe
12.09.2006
Hotelerbin Paris Hilton muss wegen Verleumdung vor Gericht - ihre reiche Ex-Freundin hat sie verklagt.
Partyexzesse und Shopping-Touren, wechselnde Liebhaber und ein pikanter Privatporno – Millionenerbin Paris Hilton führt ein wildes, skandalreiches und dekadentes Leben.
Damit könnte es bald vorbei sein: Denn nur wenige Tage nachdem Hilton (25) wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet wurde und ihr ob des Delikts sechs Monate Haft drohen, muss die Hotelerbin am 6. November wieder vor Gericht: Diesmal droht ihr eine 10-Millionen-Dollar-Strafe wegen Rufschädigung.
Tatmotiv Eifersucht?
Was war passiert? Bereits im Juli vergangenen Jahres reichte Zeta Graff (37), Ex-Freundin von Hiltons Ex-Lover Paris Latsis, Klage gegen die 25-Jährige ein. Grund: Hilton soll einen Artikel in der New York Post lanciert haben, in dem sie behauptet, Graff hätte sie im Londoner Nachtclub Kabaret tätlich angegriffen. Angeblich wollte ihr Diamantendynastie-Erbin Graff eine vier Millionen Dollar teure Edelsteinkette vom Hals reißen. Securitymänner mussten die beiden Furien mit Gewalt voneinander losreißen.
Hilton, die zu dieser Zeit mit Graffs Ex-Freund Paris Latsis (23) zusammen war, vermutete damals Eifersucht hinter der Attacke. „Graff taucht überall auf, wo Paris und Paris hingehen. Sie ist wie eine Stalkerin“, gab Hiltons Sprecherin zu Protokoll.
„Alles Lüge!“ so Möchtegern-Schauspielerin Graff, die prompt eine Verleumdungsklage einreichte. Der Vorfall sei genau umgekehrt gewesen: „Paris hat mir auf die Schulter geklopft und gesagt: ‚Du bist eine Schlampe! Ich werde dich fertig machen'“.
Falschaussage
Damit nicht genug, muss sich Neo-Popstar Hilton jetzt auch noch wegen Meineids verantworten. Denn bei einer ersten Anhörung im Jänner 2006 hatte sie ausgesagt, nicht zu wissen, wie die New York Post zu den Infos gekommen sei. Einziges Problem: Ihr früherer Pressesprecher Rob Shuter gab zu, die Story auf ihren Wunsch hin an die New York Post weitergegeben zu haben.
Das Hick-Hack der Millionenzicken zieht sich nun schon seit fast einem Jahr. Im November soll endlich eine Entscheidung fallen. Sollte Diamantenerbin Graff Recht bekommen, fließen zehn Millionen Dollar in ihre Geldbörse – die sie allerdings für einen guten Zweck spenden will.
Aktenkundig
Paris’ Auftritt vor Gericht ist keine Premiere. Schon früher kam das Popsternchen mit dem Gesetz in Konflikt: Erst im März 2006 wurde dem Partygirl vom Gericht verboten, sich ihrem Ex-Freund, dem Eventmanager Brian Quintana, auf weniger als 90 Meter zu nähern. Einzige Ausnahme: Auf Partys gilt ein Mindestabstand von 7,5 Metern. Hilton hatte ihren Ex-Lover ständig angerufen und ihn als „Nazi“ und „faulen Mexikaner“ beschimpft. Quintana nannte Hilton damals eine „Stalkerin mit Drogenproblemen“.
Münchens High Society kann sich also schon auf einiges gefasst machen, denn Hilton hat ihr Kommen zum Oktoberfest am 25. September zugesagt. Mal schauen, ob auch in Bayern die Handschellen klicken...