Prozess in Oslo
Prinz Marius brach im Gericht zusammen
07.02.2026Seit dem 3. Februar steht Marius Borg Høiby vor Gericht. Die Anklage umfasst insgesamt 38 Punkte, darunter vier Fälle mutmaßlicher Vergewaltigung. Bereits zu Prozessbeginn betonten seine Anwälte, dass sich ihr Mandant in einem gesundheitlich vulnerablen Zustand befinde.
Wie sein Anwalt gegenüber dem norwegischen Magazin „Se Og Hør“ bestätigte, erlitt der Angeklagte während der Verhandlung einen schweren Zusammenbruch. Der Vorfall wird als körperlich und psychisch schwerwiegend beschrieben. Wann genau es dazu kam, ist nicht bekannt. Möglich sind Pausen zwischen den bisherigen vier Verhandlungstagen oder ein Vorfall am Ende eines Prozesstages.
Belastung durch Druck und Aussagen
Während Verhandlungspausen wird Borg Høiby in einer Zelle im Keller des Osloer Amtsgerichts untergebracht. Laut Berichten hätten ihn die schweren Anschuldigungen, seine eigenen Aussagen sowie der enorme öffentliche Druck stark belastet. Ob medizinisches Personal im Gericht eingreifen musste, ist bislang nicht bestätigt. Sein Anwalt erklärte lediglich, dass sich sein Mandant unwohl gefühlt habe und es einige Zeit dauerte, bis sich sein Zustand stabilisierte.
Medikamente und psychische Erkrankungen
Die Verteidigung bestätigte, dass Borg Høiby unter dem Einfluss starker Medikamente steht, machte jedoch keine Angaben zu deren Art. In einem öffentlichen Statement vom 14. August 2024 erklärte der Angeklagte selbst, unter mehreren psychischen Erkrankungen zu leiden und seit längerer Zeit mit Drogenmissbrauch zu kämpfen.
Teilweise Schuldeingeständnisse
In der Anklage plädiert Borg Høiby in sechs Punkten auf schuldig, in sieben auf nicht schuldig und in vier Fällen auf teilweise schuldig. In zwei Punkten waren seine Antworten nicht eindeutig verständlich. Die schwersten Vorwürfe – Vergewaltigung mit und ohne Geschlechtsverkehr – weist er zurück.
Emotionale Szenen im Gericht
Während der ersten Prozesswoche zeigte sich der Angeklagte emotional stark belastet. Er weinte im Zeugenstand, reagierte wütend und verzweifelt, als Details zu seinem Drogenkonsum thematisiert wurden, die er als nicht anklagerelevant empfand.