Königliche Etikette
Warum die Royals diese sieben Wörter niemals sagen
03.04.2026Wer dazu gehören will, muss die Regeln kennen – das gilt im britischen Königshaus ganz besonders für die Sprache. Das königliche Protokoll schreibt nämlich nicht nur vor, wie man sich verhält, sondern auch, welche Wörter man benutzt.
Das Leben der Windsors ist von jahrhundertealten Traditionen geprägt. Stets achten die Familienmitglieder penibel auf ihre Wortwahl. Überraschenderweise gehört das vermeintlich höfliche „Pardon“ nicht zum royalen Wortschatz. Wer etwas akustisch nicht verstanden hat, fragt laut Kate Fox stattdessen schlicht „Sorry?“ oder sogar ein direktes „What?“. Auch das Wort „Posh“ – das viele nutzen, um die Oberschicht zu beschreiben – wird von den Royals selbst nur ironisch verwendet. Sie bevorzugen stattdessen den Begriff „smart“, wenn sie etwas als vornehm oder klug bezeichnen möchten.
Düfte statt Parfüm
Selbst bei der Körperpflege gibt es klare Vorgaben. Die weiblichen Mitglieder der Königsfamilie tragen niemals „Parfume“. Stattdessen wird dieser Begriff durch das Wort „Scent“ (Duft) ersetzt. Auch die Räumlichkeiten im Palast folgen einer strengen Nomenklatur: Während in bürgerlichen Häusern eine „Lounge“ zur Entspannung einlädt, ziehen sich König Charles (77) und seine Verwandten in einen „Sitting Room“ oder einen „Drawing Room“ zurück.
Dinner statt Tea-Time
Ein weit verbreiteter Irrtum betrifft die abendliche Mahlzeit. Den Begriff „Tea“ für das Abendessen wird man bei Hofe nicht hören; dort sitzt man beim „Dinner“ oder einem etwas informelleren „Supper“ zusammen. Ebenso verpönt ist das Wort „Toilet“ aufgrund seiner französischen Wurzeln. Hier greift man lieber auf das traditionelle „lavatory“ oder das umgangssprachliche „loo“ zurück.
Mummy und Pops im Privaten
Selbst bei der Anrede der engsten Verwandten weichen die Royals von der Norm ab. „Mum and Dad“ sind im Palast unüblich. König Charles nannte die verstorbene Queen zeit seines Lebens liebevoll „mummy“. Die nächste Generation geht bereits eigene Wege: Prinz George (12) nennt seinen Vater, Prinz William (43), laut Insidern häufig „pops“.
Es zeigt sich: Auch wenn die Regeln streng sind, bleibt innerhalb der Familie Platz für ganz eigene, herzliche Nuancen.