So war Folge 1

Blockstars: Sido macht auf Mini-Gott

16.12.2011

Die ersten sechs Nachwuchs-Rapper sind in die Band-WG eingezogen.

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© Pauty
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"Beweg deinen Arsch“ lautet das Motto der neuen ORF-Show "Blockstars –Sido macht Band“, die sich mit den Schicksalen junger Menschen auf eigentümliche Weise auseinander setzt. Die Idee dahinter kurz erklärt: Der deutsche Rap-Star "Sido“ castet Jugendliche aus prekären sozialen Verhältnissen und gibt ihnen die Chance Teil seines Band-Projekts zu werden. Sechs Wochen verbringen die Kandidaten in einem luxuriösen Apartment, wo sie nach Sidos Gesetzen leben und zu einer Live-Band zusammen wachsen sollen. Wer nicht spurt, der fliegt.

Alle Kandidaten

Die ersten sechs Band-WG Bewohner
In der Auftaktsendung begab sich Sido auf die Reise um seine Schützlinge höchstpersönlich zu besuchen und um zu überprüfen ob sie wirklich auf seine Hilfe angewiesen sind. Fünf jungeMänner aus Österreich - Dragan, Claus, Marko, Michael und Daniel - ziehen mit ihren schwierigen Lebensgeschichten im Gepäck und vor allem ihrer Liebe zum Hip-Hop in Sidos WG ein.

Die Einzelschicksale
Sido besuchte Dragan Juric (21) in seiner 30-Quadratmeter-Wohnung, in der der junge Mann zusammen mit seiner Mutter lebt, und Michael Göbl (19), der sich mit seinem alkoholkranken Stiefvater eine Ein-Zimmer-Wohnung teilt. Die Kamera begleitete den deutschen Rapper außerdem zu Daniel Niedermayr (25) aus Oberösterreich, der durch "Blockstars“ seine Sucht hinter sich lassen will. Auch Claus Willixhofer (21)  aus Niederösterreich ist vom Schicksal schwer gezeichnet. Er verliert allmählich sein Augenlicht. Für Marko Grgic (27) steht einiges am Spiel. Schafft es der Kroate nicht eine Arbeit zu finden, oder in Sidos Projekt zu bleiben, droht ihm die Ausweisung. Benjamin Koeberlein (27) stieß aus Deutschland dazu und dürfte schon Bühnenerfahrung haben.

Fazit
Die Schicksale einzelner Kandidaten sind tatsächlich beweinenswert und schon alleine aus diesem Grund hat die Sendung ihre Berechtigung. Es scheint, als ob Sido das Leben des einen oder anderen jungen Menschen wirklich zum Positiven wenden könnte. Der Rapper präsentiert sich als einfühlsamer Gesprächspartner und es ist schön anzusehen, wie sehr ihn seine "Blockstars“ verehren. Die Kommentare aus dem Off sowie Sidos Assistent rauben der Sendung jedoch ein großes Stück an Glaubwürdigkeit. Es ist eine gehörige Portion Zynismus spürbar, wenn sich Sendungsgestalter selbst in Szene setzen und das aussprechen, was viele vermuten: Alles nur Show.

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