Fashion-Week

Barack Obama ist Donatellas Stil-Vorbild

23.06.2008

Kühne Anzüge und lässige Eleganz. Donatella Versace nahm sich Barack Obama zum Vorbild.

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Am Auftaktwochenende der Mailänder Schauen hatten sich die meisten Designer einer lässigen Eleganz verschrieben.

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Barack Obama ist Doantella Versaces Inspirations-Quelle
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Barack Obama ist der Mann des Augenblicks
Donatella Versace etwa ersetzt Hemd und Krawatte unter dem Anzug durch einen leichten Strickpulli und einen langen Fransenschal. Statt Schnürschuhe wählt der Herr dazu sportliche Sandalen. Versace wollte der Klassik mit diesem Look eine junge und frische Note geben. Ihr Stilvorbild ist der demokratische Präsidentschaftskandidat in den USA. "Für mich ist Barack Obama der Mann des Augenblicks", erklärte sie nach ihrer Show.

Puderpink und Dunkelblau
Vorn ist er puderpink, hinten dunkelblau und manchmal besteht er auch aus drei Farben. In seinem neuen Anzug wird der Mann im Frühjahr/Sommer 2009 zum Blickfang. Zumindest, wenn er ein Modell von Jil Sander trägt. Raf Simons, der belgische Designer des Labels, überraschte am Samstag anlässlich der laufenden Mailänder Defilees "Milano Moda Uomo" mit einer kühnen Interpretation des Klassikers.

Kontrastreiches Männerbild
Martialisch und romantisch, körperbewusst und intellektuell: Mit einem kontraststarken Männerbild eröffnete Gaetano Navarra die Defilees der Milano Moda Uomo. Navarra ließ sich von der Farb- und Formensprache stilprägender Künstler wie Yves Klein, Mark Rothko oder Julian Schnabel inspirieren und vermengte sie mit dem Lebensgefühl der amerikanischen Westküste. Heraus kamen lässige Kleidungsstücke mit prägnanten Details. Viele Elemente übernimmt der italienische Designer aus dem Sport. Es gibt Tank-Tops, Shorts mit aufgesetzten Taschen, Parkas oder Safarijacken. Transparenz spielt eine wichtige Rolle, wird jedoch oft mit einer zweiten Schicht unterlegt. Einerseits verleiht Gaetano Navarra seiner Mode mit wuchtigen Nietendekoren Härte, anderseits zeugen die per Hand auf Hemden oder Trenchcoats aufgemalten Blumen- und Schmetterlingsmotive auch von einer zarten Seite.

Westwoods Inspirationsquelle: Zigeunerkinder
Vivienne Westwood bewies bereits Kreativität bei der Auswahl ihrer Inspirationsquelle. Dem fahrenden Volk der Roma wurde bisher wahrscheinlich noch keine Luxus-Kollektion gewidmet. Das kann dann sehr plakativ aussehen, wenn etwa Fotomotive von Zigeunerkindern auf Shirts gedruckt werden. Da wird auch manches Klischee bemüht, wenn wuchtige Goldketten auf nackter Brust unterm geöffneten Blouson funkeln. Doch die englische Designerlegende zeigte auch schräg zugeschnittene Hemden, viele Streifenanzüge und florale Druckmotive. Kritik für ihr Werk erntete Westwood von der italienischen Politik. Angesichts der Schwierigkeiten, die Roma in die Gesellschaft zu integrieren, wurde sie mit dem Vorwurf der romantischen Verklärung konfrontiert.

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Ferragamo hat Fernweh
Wie stets in ihren Frühjahr/Sommer-Kollektionen, sind die Designer auch für 2009 vom Fernweh getrieben. Beim italienischen Edellabel Salvatore Ferragamo heißt das Reiseziel Indien. Anzüge treten in Farben wie Fuchsia, Orange oder einem rauchigen Rosa auf. Viel Seidenglanz ist dabei und statt Krawatte trägt der Mann Fliege. Auch der Florentiner Roberto Cavalli schweift in die Ferne und stattet seinen Globetrotter mit viel Leder, geflochtenen Sakkos und groben Strickpullovern aus.

McQueen:Der Schweiß floss in Strömen
Der Engländer hatte bei einer Außentemperatur von 35 Grad in eine muffige, unklimatisierte, still gelegte Fabrikhalle eingeladen. Der Schweiß floss in Strömen, die Einladungskarte wurde zum Ersatzfächer. Was McQueen allerdings auf den Laufsteg brachte, war brillante Schneiderkunst. Er arbeitet viel mit kontrastierenden Stoffeinsätzen, die sich manchmal vom Oberteil auf die Hose übertragen. Gestaltet sind sie häufig im Kontrast von Schwarz und einem Hautton. Hemd und Weste vermengen sich zu einem einzigen Kleidungsstück. Streifendessins variieren in flimmernden Strichstärken. Die Silhouette ist schmal, die Anmutung grafisch. Raffiniert, wie der Designer die Leuchtfarbe Orange einsetzt: als gedoppelten Hosenbund oder auf der Schuhsohle.

Prada denkt viel weiter
Mit ihren textilen Kreationen bewies die Mailänderin Miucca Prada wieder einmal ihren Ruf als große Vordenkerin. Während auf vielen Laufstegen eine smarte lässige oder auch etwas ungebügelte Eleganz dominiert, schwört Prada ihre Kundschaft auf ein sachliches Spiel mit Form und Volumen ein. Zeigen ihre Kollegen sehr viel Helligkeit, bleibt sie dunkel. Ihr prägnantestes Kleidungsstück ist die Jacke oder der Mantel, aus denen sich ein Gurt um den Hals legt. Viele Pullis sind in Trapezform geschnitten, hüftkurz und seitlich geschlitzt. Polohemden und Trägershirts haben Minikleidlänge und werden mit kurzen Boxershorts kombiniert.

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