Change

Michelle Obama fördert Jung-Designer

11.11.2008

Michelle Obama zählt zu den Kundinnen von noch nicht sehr bekannten amerikanischen Modemachern. Die First Lady stellt Jungdesigner ins Rampenlicht.

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Wandel auf breiter Front verspricht der neu gewählte US-Präsident Barack Obama. Was sich auf jeden Fall ändern wird, war schon beim ersten Auftritt der Familie Obama in Chicago nach dem Sieg des demokratischen Kandidaten sichtbar: Das Modeverständnis. Denn die neue "First Family" erschien zur Siegesfeier auf der Bühne im Grant Park in farblich abgestimmten Outfits - "Change you can wear" sozusagen, Wandel, den man tragen kann.

Ton in Ton
Michelle Obama setzte statt eines strengen Outfits oder gesetzter Pastellfarben auf ein auffälliges schwarz-rotes Kleid des Designers Narciso Rodriguez. Die siebenjährige Sasha trug schwarzes Kleid mit einer großen Schleife, die zehnjährige Malia ein knallrotes Ballonkleid. Vater Barack war mit seinem dunklen Anzug und der rot-gestreiften Krawatte genau auf diese Farben abgestimmt.

Klassischer American Style
Das Fachpublikum, wie "Town & Country"-Chefredakteurin Pamela Fiori, attestiert Michelle und Barack Obama "klassischen American Style". Fiori hofft, dass dieser Trend auch nach dem Einzug ins Weiße Haus anhält und das Präsidentenpaar weiter auf amerikanische Designer setzen werde und zwar nicht nur auf bekannte. Michelle Obama trug schon bisher Entwürfe von Designern, deren Name in der Modeszene relativ neu ist, darunter Thakoon Panichgul und Maria Pinto.

Opulenter Minimalismus
Seit fünf Jahren zählt Michelle Obama zu den Kundinnen von Maria Pinto. "Opulenten Minimalismus" nennt Pinto ihr Konzept, das an Michelle Obamas langer, schlanker und doch sehr weiblicher Figur wirkungsvoll zum Ausdruck kommt. Die ehemalige Assistentin des verstorbenen Modemachers Geoffrey Beene arbeitet seit 16 Jahren in der Modeindustrie. Doch erst in diesem Monat eröffnete sie in Chicago ihre erste Boutique - ermutigt von dem Auftrieb, den die Frau des demokratischen Präsidentschaftskandidaten ihren Kreationen verliehen hat. Maria Pinto avancierte in wenigen Wochen von der unbekannten Designerin zum stehenden Begriff in der Modewelt.

Michelle Obama fördert Jungdesigner
Genauso geht es dem jungen Mode-Designer Thakoon Panichgul, der erst im September 2004 seine erste Kollektion präsentiert hat. Der New Yorker Kreative ist zwar kein unbeschriebenes Blatt mehr, er hatte bereits 2006 beim jährlichen Modepreis des Vogue-Magazins und 2007 beim Swarovski-Preis für Aufsehen gesorgt und in der internationalen Modewelt einen gewissen Namen. In aller Munde kommt er trotzdem erst durch Michelle Obamas Faible für seine Kreationen. Das gemusterte Etuikleid des New Yorker Designers Thakoon Panichgul, das sie auf dem Parteitag Ende August in Denver trug, brachte ihr und ihm viel Lob ein.

Foto:(c)AP

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