Hitze fernhalten

Wohnung zu heiß? Diese fatalen Fehler machen fast alle

06.05.2026

Die Temperaturen steigen und wir können endlich die Heizung abdrehen, das schont den Geldbeutel. Doch kaum freuen wir uns über die warmen Tage, rollt schon das nächste Problem auf uns zu: drückende Hitze in den eigenen vier Wänden. 

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Wer im Dachgeschoss wohnt, leidet schon jetzt, denn durch die sommerlichen Temperaturen verwandelt sich die Wohnung in eine Sauna. Schlaflose Nächte, ständiges Schwitzen und mangelnde Konzentration am Tag oder im Home-Office sind die lästigen Begleiterscheinungen des Sommers. Doch oft sind es nur kleine, Alltagsfehler, die unsere Wohnräume aufheizen. Wenn Sie die folgenden Fehler vermeiden, bleibt Ihre Wohnung auch bei Rekordtemperaturen eine kühle Oase.

Fehler 1: Die Sonne überhaupt erst hereinlassen

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Der Hauptgrund für eine überhitzte Wohnung? Sonneneinstrahlung, die ungehindert durch Fenster und verglaste Türen dringt. Der größte Fehler ist es, die Fenster erst dann zu verdunkeln, wenn es im Raum bereits warm ist. Schließen und verdunkeln Sie die Fenster schon am frühen Morgen, besonders auf der Sonnenseite. Am effizientesten sind dabei Außenjalousien oder Rollläden, da sie die Sonnenstrahlen stoppen, bevor sie das Glas erhitzen.

Fehler 2: Tagsüber das Fenster aufreißen

Uns ist heiß, also öffnen wir das Fenster für ein bisschen frische Luft, ein fataler Irrtum. Sobald es draußen wärmer ist als drinnen, holen Sie sich die Hitze direkt ins Wohnzimmer. Nutzen Sie lieber die kühlen Stunden. Lüften Sie ausschließlich spät abends und in den frühen Morgenstunden. Am besten funktioniert das sogenannte Quer- oder Stoßlüften: Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster weit, um einen starken Durchzug zu schaffen. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben.

Fehler 3: Den Ventilator im leeren Raum laufen lassen

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Viele Menschen lassen den Ventilator den ganzen Tag laufen, auch wenn sie gar nicht zu Hause sind, in der Hoffnung, abends eine kühle Wohnung vorzufinden. Das ist reine Stromverschwendung. Ein Ventilator kühlt niemals den Raum, sondern bewegt lediglich die Luft. Dieser sogenannte "Windchill-Effekt" kühlt den Körper, senkt aber nicht die Raumtemperatur. Schalten Sie den Ventilator also nur ein, wenn Sie sich auch im Raum aufhalten.

Fehler 4: Die falschen Hausarbeiten erledigen

Wer an einem heißen Nachmittag den Backofen anwirft, um einen Kuchen zu backen, darf sich über Schweißausbrüche nicht wundern. Aber auch TV-Geräte, PCs und Lampen strahlen erstaunlich viel Wärme ab. Reduzieren Sie künstliche Wärmequellen auf ein Minimum. Je energieeffizienter Ihre Geräte sind, desto weniger heizen sie den Raum auf. Schalten Sie Geräte, die Sie nicht brauchen, komplett aus und verzichten Sie auf den Stand-by-Betrieb.

Fehler 5: Nasse Handtücher ohne Durchzug aufhängen

Ein beliebter Internet-Tipp lautet: Feuchte Tücher im Raum aufhängen, um durch die Verdunstungskälte den Raum zu kühlen. Der Fehler daran? Wenn Sie nicht gleichzeitig für etwas Luftzirkulation sorgen, steigt lediglich die Luftfeuchtigkeit im Raum extrem an. Das Ergebnis: Die Luft kühlt nicht ab, sondern fühlt sich plötzlich an wie in einem schwülen, tropischen Gewächshaus, was für den Kreislauf noch belastender ist. Hängen Sie die feuchten Tücher am besten so auf, dass sie ein leichter (kühler) Luftzug am Morgen oder späten Abend trifft.

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