Deutlich teurer
Ölpreis schießt wieder hoch
15.05.2026Keine Fortschritte im Nahen Osten: Öl wird teurer, der Goldpreis gibt deutlich nach.
Die Ölpreise sind nach der jüngsten Beruhigung am Freitagvormittag wieder gestiegen. Die Notierungen haben sich auf Wochensicht deutlich verteuert, da die für den Ölhandel entscheidende Straße von Hormuz faktisch geschlossen bleibt.
Bret nähert sich 110 Dollar-Marke
Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 108,03 US-Dollar. Das waren 2,19 Prozent mehr als am Vortag. Im Wochenverlauf liegt die Notierung etwa sieben Prozent im Plus. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 1,05 Prozent auf 103,02 Dollar. Am Markt standen die Ergebnisse des mittlerweile beendeten Gipfeltreffens zwischen den USA und China im Fokus.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich widersprüchlich zur Lage in der Straße von Hormuz: Dem Sender Fox News sagte er, die USA bräuchten die Wasserstraße nicht. Er erklärte später jedoch bei einem Auftritt mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking, man wolle die Meerenge offen halten.
Chinas Staatschef bot nach Darstellung von Trump Hilfe im Iran-Krieg an. "Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: "Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun", sagte Trump zu Fox News. Von dem Interview wurden zunächst Ausschnitte veröffentlicht. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 114,54 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 114,90 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Gold fällt
Der Goldpreis gab zu Wochenschluss deutlich nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.558,00 US-Dollar gehandelt. Das waren 2,01 Prozent weniger als am Vorabend. Der steigende US-Dollar und weltweit anziehende Anleiherenditen lasteten auf dem Edelmetall.