»Buy the Dip«
Rücksetzer bei Bitcoin als Kauf-Chance
06.02.2026
Tiefere Bitcoin-Kurse: Das bringen Sparplan und »Buy the Dip«.
Markt-Turbulenzen. Die Kryptowährung Bitcoin konnte im Verlauf der Woche den Verkaufsdruck nicht abschütteln. Mittlerweile hat die „Krypto-Leitwährung“ alle Gewinne seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump wieder eingebüßt.
Zeitweise fiel der Kurs gefährlich nahe an die nächste wichtige Marke von 60.000 Dollar (rund 50.856 Euro). Bei 60.256 Dollar markierte die bekannteste Kryptowährung das aktuelle Tief und startete von dort aus eine Gegenbewegung. Freitagfrüh berappelte sich der Bitcoin wieder und kostete zuletzt wieder 66.411 Dollar.
Im Vergleich zur Vorwoche steht Bitcoin rund 14 Prozent tiefer. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 1,34 Billionen Dollar, nach 1,78 Billionen vor sieben Tagen.
Kaufgelegenheit?
Profi-Investoren. Das Krypto-Asset Bitcoin hat am breiten Markt deutlich im Preis verloren. Auch Ethereum und Ripple (XRP) haben einen Absturz erlitten.
Mittlerweile hat Bitcoin vier Verlustmonate hinter sich und verbucht damit die längste Negativserie auf Monatsbasis seit 2018. Die Durststrecke sorgt für schlechte Stimmung am Markt und der viel beachtete „Fear&Greed-Index“ signalisiert extreme Angst unter Anlegerinnen und Anlegern. Das ergibt aber auch Chancen.
Buy the Dip
Nicht alle Marktbeobachter aus der Kryptobranche wollen sich geschlagen geben. Matteo Bottacini von Crypto Finance spricht mittlerweile eine „monumentale Kaufgelegenheit“ biete oder der Bitcoin doch in der Anfangsphase eines Bärenmarktes stehe. Diese Experten raten: "Buy the Dip" - man solle jetzt beim Rücksetzer zuschlagen.
So hilft ein Sparplan
Im großen oe24.TV-Interview verrät Martin Beranek, der Commercial Director von Bitpanda, wie Kunden der Plattform Bitpanda mittels Sparplan die aktuell tieferen Kurse nutzen können. „Ein Sparplan ist schnell eingerichtet und man kann dann entscheiden, in welchem Abstand – etwa jeden Monat – man wie viel Euro in Bitcoin investieren möchte.“ Das geht schon ab kleinen Beträgen, viele entscheiden sich für 20 oder 50 Euro im Monat.
„Man profitiert dank dem Sparplan von tieferen Kursen, weil dann einfach mehr Bitcoin gekauft wird und die Durchschnittskosten geringer sind“, sagt Beranek. Langfristig sind die Prognosen für Bitcoin weiterhin positiv, derzeit ist der Markt turbulent.
Der Wiener Broker Bitpanda gilt als stark reguliert und sicher. Auch wenn die Kurse nachgeben, vermeldet man dort sowohl Verkaufs- wie auch Kaufs-Aktivität. Es gibt also durchaus einige, die den Dip kaufen.
Derzeit belastet die Angst, dass tiefere Zinsen ausbleiben, weiter die Anleger, während Sorgen über Liquiditätsknappheit, institutionelle Kapitalabflüsse und eine ausgeprägte Risikoaversion den Markt unter Druck setzen. Insbesondere über das Wochenende sollten sich Investoren auf weitere Unwägbarkeiten einstellen. Wer mutig ist und den Dip kauft, kann später aber womöglich profitieren. Mittelfristig sieht die Bitcoin-Prognose positiv aus. Das Netzwerk wird immer größer und gewinnt an Rechenkraft und Sicherheit. Institutionelle Player, wie etwa die Bank of America, empfehlen ihren Kunden einen Krypto-Anteil von 1-5% ihres Gesamtvermögens.