Vor Börsengang

SpaceX plant KI-Rechenzentren im All

11.04.2026

Mega-Börsengang im Sommer wird Rekorde brechen. Elon Musk besitzt bereits 800 Milliarden Dollar.
 

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© Getty
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Der mit Spannung erwartete Börsengang der Weltraumfirma SpaceX soll bereits heuer im Juli stattfinden. Schon Anfang Juni sind Großevents für Investoren geplant. SpaceX wurde 2002 von Elon Musk gegründet und wird beim Börsengang wohl mehrere Rekorde brechen. Mit erwarteten 75 Mrd. Dollar (65 Mrd. Euro) wird das Emissionsvolumen neuer Aktien die bisherige Bestmarke von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 um das Dreifache übertreffen.

Die vorhergesagte Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar würde das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk aus dem Stand zu einem der weltweit zehn wertvollsten Börsenwerte machen. 

© Adam Bernstein

Die Nachfrage nach SpaceX-Anteilen auf dem Graumarkt stellt alles andere in den Schatten, obwohl das Unternehmen als vergleichsweise teuer gilt. "Es gibt kaum vergleichbare börsennotierte Unternehmen, an denen man die Bewertung ausrichten könnte", sagt Samuel Kerr, Aktienchef des Branchendienstes Mergermarket. Da SpaceX deutlich größer sei als die Konkurrenz und den Raumfahrtmarkt beherrsche, erwarte er deutliche Preisaufschläge zum Rest der Branche.

Musk will im Weltall die KI vorantreiben 

Elon Musk hat ein Vermögen von 800 Milliarden US-Dollar und ist der Mehrheitseigentümer SpaceX und xAI. Musk, der reichste Mensch der Welt hat einen großen Plan. Er will durch die Zusammenlegung von SpaceX und xAI gigantische KI-Rechenzentren im Weltall errichten, um den enormen Energiebedarf von KI-Anwendungen zu decken. 

10.000 Satelliten

Schon jetzt steuert das Satellitennetzwerk Starlink 50 bis 80 Prozent des Umsatzes von SpaceX bei. Starlink ist der weltgrößte Anbieter von Weltraumkommunikation mit mehr als 10.000 aktiven Satelliten und zehn Millionen Nutzern. Die Weltraumfirma erwirtschaftete 2025 bei einem Gesamtumsatz zwischen 15 und 16 Mrd. Dollar einen operativen Gewinn von etwa 8 Mrd. Dollar. Die Wachstumsraten lagen in den vergangenen Jahren zwischen 50 und 100 Prozent.

© getty (Symbolfoto)
 

KI-Wettrennen

Längerfristig geht es um neuartige Rechenzentren für Künstliche Intelligenz im All. Der Vorteil: die Nähe zur Sonne bringt Energie, welche die stromhungrigen Rechenzentren mit riesigen Solarsegeln einsammeln sollen. Im Orbit stören kein schlechtes Wetter oder Platzmangel.

Der Wettbewerb um Rechenleistung verlagert sich ins All. Musks schärfster Konkurrent, Amazon-Gründer Jeff Bezos, plant mit seiner Weltraum-Firma Blue
 Origin Ähnliches.
Geschäft. „Die Raketenstarts und Starlink haben sich bewährt“, sagt Analyst Daniel Hanson. Hinzu kämen die Wachstumschancen des KI-Entwicklers xAI, der neben dem Kurznachrichtendienst X zum Konzern gehört.

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