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SMART wohnen – was heißt das eigentlich?

29.01.2026

Kompakt, günstig und funktional durchdacht: SMART-Wohnungen decken die Grundbedürfnisse in Sachen Wohnen. Der eigene Balkon gehört dazu!

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Ja, auch Wohnungen können smart, also intelligent, sein. Intelligent geplant, gebaut und eingerichtet nämlich. Gleich vorweg: Digitale Lösungen für Beleuchtung und Heizung sowie „sprechende Kühlschränke“ sind dabei nicht zwingend Bestandteil einer smarten Wohnung. Es geht vielmehr darum, Wohnraum bestmöglich zu nützen, um auch auf weniger Quadratmetern leistbar und dennoch komfortabel leben zu können. 

Jeder Quadratmeter optimal genutzt

Das beginnt bei der Küche. Anstatt ihr einen eigenen, meist engen Raum zu widmen, wird der Küchenblock ins Wohnzimmer verlegt. So wird nicht unnötig Platz für eine Zwischenwand verschwendet, ein Gefühl von Weite entsteht und es bleibt mehr Raum zum Wohnen. Im Wohnbereich ist Platz für Standard-Möbel, also ein Sofa, ein Bücherregal, ein Esstisch, ein TV-Gerät mit Unterschrank und ein paar Topfpflanzen. Das Schlafzimmer ist für ein Doppelbett und eine Schrankwand konzipiert, mehr aber auch nicht. Ein eventuelles weiteres Zimmer eignet sich als Kinder- oder Arbeitszimmer. Und im Abstellraum verstaut man alles, was nirgends sonst Platz hat.
Das Badezimmer ist auf Funktionalität beschränkt und beinhaltet auf kleinem Raum alles, was man braucht: meist eine Walk-in-Dusche anstatt der Badewanne, ein Waschbecken mit Spiegel und Unterschrank, die Toilette und die Waschmaschine. Die gesamte Ausstattung ist von guter Qualität und nützt den vorhandenen Platz optimal aus.

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Smartes Wohnen setzt auf durchdachte Grundrisse und effiziente Nutzung jedes Quadratmeters.

Sparsam im Energieverbrauch

Auch die Energieversorgung ist gut durchdacht und vor allem sparsam und umweltfreundlich: Smarte Wohngebäude sind im Niedrigenergie-Standard gebaut, mit hochwirksamer Wärmedämmung, effizienter Heizanlage und oft sogar mit begrünter Fassade, die die Sommerhitze zusätzlich abhält. Kompakte Raumaufteilung, kleinere Fläche und geringer Energieverbrauch: So bleiben Miete und Heizkosten leistbar.

Kompakter Wohnraum – aber mit Balkon!

Was SMART-Wohnungen zusätzlich attraktiv macht, ist aber die private Freifläche. Denn das Wohnbauprinzip sieht für jede Einheit einen eigenen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse vor. Zusätzlich gibt es in smart geplanten Wohnanlagen üblicherweise mehrere Gemeinschaftsräume, gemeinschaftlich nutzbare Dachterrassen und Grünflächen sowie großzügige Abstellräume für Kinderwagen und Fahrräder.

Moderner Wohnbau ist smarter Wohnbau

In Wien gehört ein Teil der SMART-Wohnungen zum sozialen Wohnbauprogramm. Diese sind gefördert, daher besonders günstig und unter denselben Voraussetzungen verfügbar wie Gemeindewohnungen. Aber auch in anderen Städten sind viele neue Wohnbauten nach dem Smart-Prinzip konzipiert. Auch wenn die Wohnungsgrößen unterschiedlich sind und von der Einzimmer- bis zur 5-Zimmer-Wohnung reichen, gilt immer derselbe Grundsatz: kompakt, funktional und sparsam.

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Kompakt geplant, funktional umgesetzt: So bleibt Wohnen leistbar und komfortabel.