Tipps für Sicherheit

2006 verunglückten 465 Kinder am Schulweg

28.08.2007

Wie eine Erhebung der Statistik Austria zeigt, sind im Vorjahr 465 Kinder auf dem Weg von oder zu ihrer Lehranstalt verunglückt.

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© dpa
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Rund zwei Drittel (304) waren zu Fuß unterwegs, fast ein Viertel (106) verunglückte mit dem Fahrrad. Im Durchschnitt verunfallten im Vorjahr pro Schultag fast drei Kinder. Zwei Kinder starben 2006 auf dem Weg in die Schule.

Mehr Buben als Mädchen
Auffallend ist, dass im Volksschulalter mit 79 Opfern mehr Buben als Mädchen (55) zu Fuß verunglückten. Auch mit dem Fahrrad verunglückten auf dem Schulweg mehr Buben als Mädchen: Bei den Zehn-bis 13-Jährigen waren es sogar rund doppelt so viele (52 Buben gegenüber 27 Mädchen).

2007 postive Bilanz
Positiv ist die bisherige Bilanz des heurigen Jahres: Für den Zeitraum Jänner bis Mai 2007 wurden nach vorläufigen Ergebnissen von der Polizei 165 Schulwegunfälle an die Statistik Austria gemeldet. Das sind um 17 Unfälle oder neun Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den Schulwegunfällen in diesem Zeitraum wurden 178 Kinder verletzt, kein Kind wurde getötet.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Verunglückten zwar um 27 Prozent zurückgegangen. In den vergangenen drei Jahren stagnierte diese Entwicklung jedoch.

Eltern sollen sich gemeinsam mit Kindern Schulweg ansehen
Der ÖAMTC rät den Eltern, sich gemeinsam mit den Kindern mit dem Schulweg auseinanderzusetzen: "Durch die Beschäftigung mit dem Thema Gefahr und das wiederholte Üben des richtigen Verhaltens im Straßenverkehr könnten viele Unfälle verhindert werden", erklärte die ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa.

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  • Eltern sollen genau prüfen, welcher Weg der sicherste ist. Das muss nicht immer der kürzeste sein. Kinder sollen die Straße so wenig wie möglich überqueren müssen. Lieber einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, wenn das Überqueren dadurch sicherer wird. Je länger und schwieriger der Weg, umso öfter muss er wiederholt werden.
  • Kinder sind gute Beobachter und lernen durch die Vorbildwirkung der Eltern. Wichtig ist, dem Kind das richtige Verhalten vorzuzeigen und mögliche Gefahrenquellen kindgerecht zu erklären. Dem Sprössling zeigen, wo und wie er sich verhalten soll, worauf er achten muss - sei es bei Ampeln, Zebrastreifen oder Toreinfahrten. Hilfreich ist es auch, selbst in die Knie zu gehen und sich auf Augenhöhe des Kindes zu begeben.
  • Auf gute Sichtbarkeit achten. Aufgrund ihrer Körpergröße werden Kinder leichter übersehen. Gerade im Herbst ist reflektierende Kleidung wichtig. Durch zusätzliches Reflektormaterial auf Schultasche oder Rucksack wird man von anderen Verkehrsteilnehmern schneller und besser wahrgenommen.
  • Das eingeschränkte Blickfeld von Kindern bedenken. Kindern fällt es zudem oft noch schwer, die Richtung zu bestimmen, aus der ein Geräusch, z.B. ein herannahendes Auto, kommt. Außerdem können die Kleinen Geschwindigkeiten und Bremswege schlecht einschätzen.
  • Bewältigt das Kind den Schulweg bereits alleine, können sich Eltern von Zeit zu Zeit durch unbemerktes Beobachten vergewissern, ob sich der Sprössling auch an die vereinbarten Regeln hält.
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