Terror-Prozess
3 Jahre Haft für Wiener Terrorpaten
03.07.2012
9/11 Anschlag geplant - Thomas Al J. war Al-Kaida-Mitglied.
Thomas Al J. (27) gilt als der Terrorpate von Wien. Mit 15 Jahren war der notorische Schulschwänzer zum Islam konvertiert, wurde rasch radikaler und sympathisierte immer mehr mit Terroristen. Der traurige „Höhepunkt“ der Terroristen-Karriere: Thomas Al J. (27) soll sogar ein neues 9/11 in Berlin geplant haben.
Der Wiener unterhielt enge Kontakte zu den militanten Deutschen Taliban Mudschahedin (DTM), soll Reisen zu islamistischen Ausbildungscamps organisiert, Geld an Radikale gespendet und eine fundamentalistische Website betrieben haben.
„Ich habe mich über die 9/11-Anschläge gefreut“
Dank der exzellenten, verdeckten Arbeit der Polizei klickten für den Wiener Terrorpaten die Handschellen und ihm konnte samt den ursprünglichen fünf Mitangeklagten (Patrick H., Goran M., Hayatullah B., Shahab A. und Sharif M.) der Prozess gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, dass sie terroristische Gruppen unterstützt haben sollen. Vor Gericht zeigte Thomas Al J. (27) keine Reue – im Gegenteil: Er gab unverblümt zu, eine dschihadistische Einstellung zu haben. Konkret: „Ich habe mich über die Terroranschläge 9/11 gefreut“, sagt er mit überzeugter Stimme im Verhandlungssaal. Prozessbesucher schüttelten nur noch ungläubig den Kopf.
Als Mitglied an Terror-Gruppen beteiligt.
Nach zweistündiger Beratung wurde das Al-Kaida-Mitglied Thomas Al J. zu drei Jahren Haft verurteilt – nicht rechtskräftig. Bis zu zehn Jahre Haft wären bei der Anklage möglich gewesen. Ein Mitangeklagter wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Die Verhandlung gegen zwei Komplizen wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Zwei weitere Komplizen, denen auch noch der Prozess gemacht werden sollte, sind nicht mehr auffindbar – sie sind nach Afghanistan geflüchtet.