Burnout

Arbeit macht jeden 3. krank

24.09.2012

Schock-Studie: Immer mehr leiden an Burnout.

Zur Vollversion des Artikels
© sxc
Zur Vollversion des Artikels

Arbeit macht krank: Der Grüne Landesrat Rudi Anschober ist das momentan bekannteste Arbeits-Opfer: Der 51-Jährige gab am Donnerstag bekannt, dass er an Burnout leidet. Jetzt zieht er sich für drei Monate komplett vom Polit-Parkett zurück. Auch zahlreiche andere Prominente gingen mit ihrem Burnout in die Öffentlichkeit (siehe Kasten).

Angst um Job. Wir alle sind von Burnout und schlechten Arbeitsbedingungen betroffen. Eine Studie von fit2work für das Sozialministerium zeigt, wie schädlich Arbeiten sein kann:

  • 31 Prozent aller Arbeitnehmer fühlen sich am Arbeitsplatz „gesundheitlich beeinträchtigt“.
  • Mehr als ein Viertel, 27 Prozent, gehen aus Angst vor dem Jobverlust auch krank in die Arbeit.
  • Dass sie ihren aktuellen Job nicht bis zur Pension durchhalten werden, glauben schon 23 Prozent.
  • Im Durchschnitt hat jeder Arbeitnehmer 25,5 Krankenstandstage im Jahr. 11 Prozent sind sogar länger als 41 krank!
  • Fast jeder Zweite, 46 %, leidet unter heftigen Rückenschmerzen am Arbeitsplatz.
  • Erschöpfung und das Gefühl, ausgelaugt zu sein, also die ersten Anzeichen für Burnout, haben 35 Prozent aller Arbeiter.
  • Jedem Fünften (22 %) raubt die Arbeit in der Nacht den Schlaf, und mehr als ein Viertel (27 %) leidet unter Kopfschmerzen.

Arbeits-Medizinerin Yvonne Popper:
ÖSTERREICH:
Überraschen Sie die Ergebnisse der Studie?
Yvonne Popper:
Nein, das ist mir bekannt, wobei man aber zwischen den einzelnen Sparten und Betriebsgrößen unterscheiden muss.

ÖSTERREICH: Ein Drittel der Arbeitnehmer klagt über Erschöpfung und ist burnoutgefährdet. Wie groß ist die Gefahr?
Popper:
In den letzten Jahren sind der Zeitdruck und die Unsicherheit am Arbeitsmarkt gestiegen. Immer mehr Menschen müssen alleine als Selbstständige kämpfen, entlastende Kommunikation bleibt da sehr oft auf der Strecke.

ÖSTERREICH: Diese Unsicherheit macht krank?
Popper:
Ja, dieser Druck kann krank machen.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel