Zuerst Fäuste, dann Waffe

Autofahrer drehten nach Unfall durch

18.11.2010

Vater & Sohn schlugen 38-Jährigen - Opfer kam mit Eisenstange zurück.

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© TZ Österreich/ Niesner
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Die Monsterbaustelle rund um den Grazer Hauptbahnhof zehrt an den Nerven der Autofahrer. Ein Verkehrsunfall nahe dem Bahnhofsgürtel brachte am Dienstag das Fass zum Überlaufen: Erst flogen die Fäuste, dann schlug ein Lenker mit einer Eisenstange zurück. Vergeblich versuchten Rettungs­sanitäter, die drei Streithähne zu beruhigen. Die Polizei musste einschreiten. Nun setzt es Anzeigen wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung.

Blechschaden

Gekracht hat es um 11.30 Uhr in der Baumkircherstraße (zwischen Kepler- und Annenstraße). Ein 26-jähriger Türke aus Graz war mit seinem Auto in das eines 38-jährigen Kosovaren geknallt. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt, nach dem ersten Schrecken kam es prompt zu einem Wortgefecht. Man tauschte "Freundlichkeiten" aus.

Geschlagen

Eskaliert ist die Situation, als der 38-Jährige und sein Sohn (18), der am Beifahrersitz gesessen hatte, auf den Türken losgingen. Laut Polizei haben sie den 26-Jährigen gestoßen, geschlagen und dabei leicht verletzt. Doch ihr Opfer setzte sich zur Wehr – und wie.

Mit der Eisenstange

Denn auf einmal hatte der 26-Jährige eine Eisenstange in der Hand und attackierte seinerseits den 38- und den 18-Jährigen. Zum Glück konnte der Unfalllenker mit seiner 66 Zentimeter langen Eisenstange, die im Auto gelegen hatte, keine schweren Treffer laden.

Retter ignoriert

Als die Rettung in der Baumkircher­straße eintraf, versuchten die Sanitäter sofort, die Tobenden zu beruhigen und voneinander zu trennen. Aber vergeblich: Erst einer Polizeistreife gelang es, das Handgemenge zu beenden. Die leicht Verletzten ließen sich behandeln. Und die Polizei schrieb Anzeigen wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung.

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