Wichtiger Lostag
Bauernregel erklärt, wie es mit dem Winter weitergeht
06.02.2026Der 6. Februar, der Gedenktag der Heiligen Dorothea, nimmt in den traditionellen Bauernregeln eine besondere Stellung ein.
Vor allem Schnee und seine Bedeutung für die Natur stehen an diesem Tag im Mittelpunkt der Beobachtungen. Seit Generationen nutzten Landwirte diese Regeln, um Rückschlüsse auf den weiteren Winterverlauf und sogar auf den kommenden Sommer zu ziehen.
- Eine bekannte Bauernregel besagt: „Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee.“ Tatsächlich fiel Anfang Februar häufig noch einmal ergiebiger Schneefall. Dieser wurde jedoch nicht nur als winterliche Last gesehen, sondern hatte auch einen wichtigen Nutzen. Eine geschlossene Schneedecke schützt den Boden vor tiefem Frost und bewahrt Wintergetreide vor Schäden.
- Gleichzeitig heißt es: „Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag.“ Der Dorotheentag galt somit als eine Art Wendepunkt. Trat danach kaum noch Schnee auf, deutete das nach bäuerlicher Erfahrung auf ein langsames Abklingen des Winters hin. Auch wenn diese Regel nicht jedes Jahr zutrifft, spiegelt sie die Hoffnung auf ein bald milderes Wetter wider.
- Besonders interessant ist die dritte Bauernregel: „Bringt Dorothee recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee.“ Hier wird der Zusammenhang zwischen Winter und Ernte deutlich. Viel Schnee im Februar sorgte für ausreichend Bodenfeuchtigkeit, was im Sommer üppiges Wachstum versprach. Klee war dabei ein wichtiges Futtermittel für das Vieh und somit ein Zeichen für ein erfolgreiches Landwirtschaftsjahr.
Auch heute haben diese Bauernregeln eher symbolischen Charakter. Dennoch zeigen sie eindrucksvoll, wie genau frühere Generationen Natur und Wetter beobachteten und daraus ihre Hoffnungen für das kommende Jahr ableiteten. Der Dorotheentag erinnert damit an die enge Verbindung zwischen Winterwetter und sommerlichem Ertrag.