Bombendrohungen!
Teenie (15) legte drei Schulen lahm: Milde Strafe bei Prozess
06.06.2025Der 15-Jährige musste sich vor Gericht verantworten. Bei den Schulen habe er sich mittlerweile entschuldigt.
OÖ. Dem Teenager wurde vorgeworfen, am 7. Mai via E-Mail Bombendrohungen an gleich drei Schulen - in Linz und Traun in Oberösterreich sowie St. Veit an der Glan in Kärnten - verschickt zu haben. Darin behauptete er, Sprengkörper in den Gebäuden versteckt zu haben, die er jederzeit hochgehen lassen könne. Zwei der Bildungsinstitute wurden von Experten mit Sprengstoffhunden durchsucht, wobei keine gefährlichen Stoffe gefunden wurden. Der 15-Jährige wurde rasch über seine IP-Adresse ausgeforscht. Für den Polizeieinsatz in Oberösterreich wurden ihm bereits 2.652 Euro in Rechnung gestellt.
Am Landesgericht Linz kassierte der Teenie am Freitag wegen Bombendrohungen vier Monaten bedingt mit einer dreijährigen Probezeit. Außerdem wurde eine Bewährungshilfe angeordnet. Der Schüler gestand, sprach von einem "Spaß". Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab.
Angeklagter spricht von "Spaß"
"Ich weiß nicht, was mit mir los war", entschuldigte sich der Teenager für sein unüberlegtes Handeln. Die Richterin merkte an, nachdem er die Mails in Englisch verfasst habe, sei dies wohl "nicht nur so passiert". Er habe sich über den Inhalt schon Gedanken machen müssen - etwa auch darüber, dass beim Hochgehen einer Bombe auch eine "Menge von Toten zu beklagen" sein könnte.
Der Bursche blieb aber dabei: "Ich habe nicht nachgedacht, ich dachte es wäre ein Spaß." Die Absicht mit jener gefährlichen Drohung "den anderen in Furcht und Unruhe zu versetzen", leugnete er. Daher wertete die Richterin die Entschuldigung des Burschen nicht als überzeugendes Geständnis.
Bei Schulen entschuldigt
Sein Verteidiger betonte ebenso, dass die Tat "ein Blödsinn" gewesen sei, aber der Mandant wisse "im Nachgang sehr wohl", dass es nicht das Intelligenteste war, was er getan habe. Aber er habe sich bereits bei den Schulen entschuldigt, ein Gespräch mit der Direktion seiner Schule sei positiv verlaufen, er dürfe sie weiterhin besuchen und wohl in die nächste Klasse aufsteigen. Die Kosten für die Polizeieinsätze werde er auch abbezahlen, dazu werde er Ferialjobs machen.