Blinddarmdurchbruch

Bub in Lebensgefahr: 7 Stunden auf OP gewartet

12.12.2016

Der Hintergrund: Im SMZ Ost gab es nur einen Oberarzt, der Kinder operiert.

Zur Vollversion des Artikels
© ÖSTERREICH/ Juvan
Zur Vollversion des Artikels

Immer ein Aufreger: die Wartezeiten in den Spitälern. So warten Graue-Star-Patienten bei der Krankenanstalt Rudolfstiftung 180 Tage auf eine Operation, im Otto-Wagner-Spital dauert die Wartezeit für eine Hüft-OP 212 Tage, auf eine Knie-OP muss man hier 222 Tage warten und auf eine Bandscheiben-OP im Donauspital sind es 82 Tage, welche die Patienten ausharren müssen.

Bangen

Wirklich bedrohlich wird es jedoch, wenn es um Leben und Tod geht, wie nun der Fall einer 36-jährigen Wiener Mutter zeigt, deren fünfjähriger Bub einen Blinddarmdurchbruch erlitt und die in der Kinderambulanz des SMZ Ost gemeinsam mit ihrem Sohn bangen musste.

„Blinddarm hochakut – sofort operieren“, lautete die Diagnose. „Nach sieben Stunden warten wir immer noch auf die Operation“, postete die Mutter auf Facebook. Und weiter: „Es gibt einen (!) Oberarzt, der Kinder operiert. Einsparungsmaßnahmen. Super Spitals-konzept 2030!“

Die Operation selbst ist dann zum Glück gut verlaufen. Die Mutter: „Eben ein Durchbruch. Dementsprechend langwierig ist jetzt aber der Heilungsprozess.“

Zur Vollversion des Artikels