Vier Festnahmen

Getötetes Baby an Grenzübergang: Mutter ist erst 17

19.02.2026

Auch die erst 17-jährige Mutter des kleinen Mädchens wurde festgenommen. Das tote Neugeborene war erschlagen worden und wurde in einer Sporttasche neben einem Mistkübel abgelegt.

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Bgld. Im Fall des getöteten Neugeborenen, das am 18. Jänner am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) gefunden worden war, hat die Polizei vier Vredächtige  festgenommen. Unter ihnen befindet sich die Mutter des toten Babys. Die Festnahmen erfolgten in den vergangenen Tagen in Deutschland und in Rumänien, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland am Donnerstag mit.
 

Eine nach dem Auffinden des Leichnams angeordnete Obduktion hatte ein Tötungsdelikt ergeben. Die vier Verdächtigen (vermutlich der Fahrer sowie zwei weiter Mitreisende) befinden sich aktuell in Übergabehaft und sollen nach Österreich überstellt werden.

Das Neugeborene war an einem Sonntag von Reisenden im Nahbereich des Grenzübergangs auf österreichischer Seite aufgefunden worden. Die Leichenbeschau des kleine Körpers ergab, dass das Mädchen lebend auf die Welt gekommen war und unter Fremdeinwirkung zu Tode gekommen war. Todesursache war demnach ein Schädel-Hirn-Trauma.

Mutter in Deutschland in Übergabehaft

In enger Zusammenarbeit mit den deutschen, rumänischen und ungarischen Polizeibehörden konnten nun vier Personen ausgeforscht werden. Drei von ihnen befinden sich in Deutschland in Übergabehaft, unter ihnen sei die Mutter. Ein Verdächtiger sei in Rumänien festgenommen worden. Die Festnahmen erfolgten im Laufe der vergangenen Tage auf Basis von EU-Haftbefehlen, hieß es.

Zum Hergang der Tat gab es noch keine Informationen, ebenso wenig Details zu den Verdächtigen. Die Befragungen der Festgenommenen erfolgen erst nach ihrer Auslieferung an Österreich, erklärte der Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland, Helmut Marban, auf APA-Anfrage. Auch die jeweilige Beteiligung an der mutmaßlichen Tat müsse erst geklärt werden.

 "Es wurden viele Beweismittel sichergestellt und Spuren gesichert", die internationale Zusammenarbeit sei gut gelaufen, so Marban. Der Transport der vier Verdächtigen nach Österreich werde in den nächsten Tagen organisiert. Die Ermittlungen laufen indes weiter "in hoher Intensität".