Burgenland

Zwei Lkw-Fahrer verstrahlt

04.05.2013

Der Lkw transportierte radioaktiv verstrahltes Material.

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© LPD Burgenland
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Mit radioaktiv verstrahltem Material, das zur Herstellung von Medikamenten benötigt wird, wurden gestern zwei Rumänen in Nickelsdorf angehalten. In der Fahrerkabine war die zulässige Höchstgrenze der Strahlung von JOD-131 beträchtlich überschritten, wodurch beide Insassen bereits radioaktiv verstrahlt waren. Neben der verstrahlten Ware befanden sich auch noch Mineralwasserflaschen für den Eigenbedarf. Lenker und Beifahrer durften die Fahrt erst nach Einbau einer Bleiplatte, die Fahrerkabine und Laderaum trennt, fortsetzen.

Die für medizinische Zwecke benötigte Ware sollten die beiden Rumänen, 30, von Deutschland in ihre Heimat bringen. Sie wurden im Bereich des ehemaligen Grenzüberganges Nickelsdorf während einer Schwerpunktkontrolle von Spezialisten der Landesverkehrsabteilung Burgenland angehalten, wobei zunächst festgestellt wurde, dass die an dem Klein-LKW angebrachte Kennzeichnung nicht den Vorschriften entsprach.

Da die Beamten bei der Messung den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand eingehalten hatten, lag ihrerseits keine Gefährdung vor. Die Erhebungen ergaben weiters, dass sowohl Lenker als auch Beifahrer diese Transporte regelmäßig durchführen, weshalb die Verstrahlung ihres Körpers mit JOD 131 jährlich um den 40-fachen Wert überschritten wird. Diesbezüglich werden die rumänischen Behörden verständigt und um Einleitung geeigneter Maßnahmen ersucht.

 

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