Opfer entstellt

Der Frauen-Schlitzer von Wien

04.09.2016

Ein vorbestrafter Asylwerber hat eine 28-Jährige mit einem Messer aufgeschlitzt.

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Blutüberströmt schaffte es die Rumänin Anna-Maria S. (28, Name geändert) am 12. August, aus einer Wohnung in der Radetzky-straße zu flüchten. Dem war eine Horror-Nacht mit einem algerischen Asylwerber (22) vorangegangen, der sie brutal geschlagen und mit einem Stanley-Messer aufgeschlitzt hatte, weil sie mit ihm Schluss machen wollte.

Pleite

Mehrere OPs waren die Folge. Eine Rechnung in Höhe von 11.270 Euro stürzte die Frau in eine weitere Krise. „Ich vermute, dass der mutmaßliche Täter mittellos ist. Meine Mandantin ist nicht versichert und wird die Kosten selber tragen müssen“, so Anwalt Andreas Strobl, der S. unentgeltlich vertritt.

Festgeschnallt

Kurz vor Eintreffen der Polizei, stach sich der Täter selbst in die Brust, kam ins SMZ-Ost, wo die U-Haft über ihn verhängt wurde – ÖSTERREICH berichtete. Laut einem Polizisten attackierte der Algerier Beamte, Pflegepersonal und Ärzte, weshalb man ihn ans Bett schnallen musste. Am 30. August wurde er entlassen, ein psychologisches Gutachten soll folgen.

Asylwerber-WG

Der Algerier war in der Asylwerber-WG, in der er S. attackierte, nur zu Besuch. Niemand aus der WG will etwas gehört oder gesehen haben. Doch eine Nachbarin sagt: „Die Schmerzensschreie werde ich nie vergessen. In dieser Wohnung leben viele Asylwerber. Es macht mir Angst zu sehen, in welche Milieus sie Kontakte haben. Ständig gehen Leute ein und aus, es wird geschrien. Ich habe Angst, dass so etwas wieder passiert.“

Vorbestraft

Der Algerier soll bereits eine einjährige Haftstrafe verbüßt haben, danach abgeschoben worden sein und über Frankreich unter falscher Identität wieder nach Österreich eingereist sein. Er suchte hier um politisches Asyl an.

Für den Algerier gilt die Unschuldsvermutung.(lae)

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