Der große Krebs-Report

24.01.2023

Die Zahl der Krebsfälle nimmt stetig zu. Fast 42.000 erkranken pro Jahr.

Zur Vollversion des Artikels
© Getty Images
Zur Vollversion des Artikels

Wien. Nach Herzinfarkten ist der Krebs die zweithäufigste Todesursache in Österreich. Die aktuellsten Zahlen (der Statistik Austria vom Vorjahr) zeigen:

  • 375.749 Menschen leben mit einer Krebsdiagnose.
  • Neuerkrankungen gab es innerhalb eines Jahres 41.775. Davon 19.161 bei Frauen, 22.614 bei Männern.
  • Häufigste Formen. Bei Frauen ist es meist ein Brustkrebs (5.682 Fälle), bei Männern Prostatakrebs (6.039). Danach folgt – für die Gesamtbevölkerung – der Lungenkrebs (4.831).
  • Todesursache. 18 % der Krebs-Sterbefälle entfallen bei Frauen auf Brustkrebs, Lungenkrebs war verantwortlich für jeden fünften Todesfall bei erkrankten Männern.
  • Mehr. In den vergangenen 10 Jahren legte die Zahl der Neuerkrankungen zu: Von 39.000 auf knapp 42.000.

50 % vermeidbar! Vor dem Weltkrebstag (4. Februar) erscheint jetzt der „Österreichische Krebsreport“. Hauptaussage: Die Überlebenschancen steigen (siehe auch unten). Aber: Die Hälfte aller Todesfälle wäre durch bessere Vorsorge vermeidbar, sagt Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe. Lebenswichtig sind: Bewegung und gesunde Ernährung zur Vermeidung von Fettleibigkeit, Impfungen gegen HPV, Hepatitis B und C, Vermeidung von Nikotin- und übermäßigem Alkoholkonsum sowie regelmäßige Untersuchungen.

97 %: Überlebens-Chancen steigen bei Erkrankungen

Gute Nachrichten: Laut Österreichischer Krebshilfe steigen die Überlebenschancen, die Krebsversorgung wird immer besser. Beispiel: Bei einem gastrointestinalen Stroma-Tumor (Tumor im Magen-Darm-Trakt) hat man heute eine fast normale Lebenserwartung, vor 20 Jahren lag diese noch unter 12 Monaten. Oder: Drei Jahre nach einer Prostata-Krebs-Diagnose liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei 95 %.

 

Zur Vollversion des Artikels