Tragödie

Dieser süße Bub starb in Badewanne

08.05.2010

Das ist die traurigste Geschichte zum Muttertag: Der kleine Denis starb in der Badewanne, weil das Wasser zu heiß wurde.

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Es sollte der dritte Muttertag für Kerstin J.-W. werden, aber jetzt fehlt der Mama ihr Sonnenschein: Ihr kleiner Sohn Denis wurde gerade einmal zwei Jahre und drei Monate alt. Er starb am vergangenen Donnerstag nach einem vergnüglichen Bad in der Wanne.

Kerstin J.-W. wollte ihren 24. Geburtstag mit ihrem Sohn und ihren Verwandten verbringen, dafür wollte sie sich und den Kleinen herausputzen. Am Vormittag badete die allein erziehende Mutter in ihrer Wohnung in Ort im Innkreis in Oberösterreich mit Denis. Als die 24-Jährige aus der Wanne steigen wollte, bettelte die kleine Wasserratte, noch alleine planschen zu dürfen.

Völlig übermüdet: Mutter (schlief eine Stunde
Kerstin J.-W. trocknete sich ab und ging ins Nebenzimmer, um die Windel und die Kleidung für Denis herauszulegen. Offenbar war die junge Mutter völlig übermüdet. Denn: „Dabei ist sie dann eingeschlafen“, so Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Als sie nach circa einer Stunde aufschreckte und ins Badezimmer eilte, war es schon zu spät: „Sie fand den Buben leblos im Wasser treibend“, so Lißl. Rettungsversuche des alarmierten Notarztes blieben erfolglos.

Sofort übernahm das Landeskriminalamt den Fall. Lißl: „Wir schließen Fremdverschulden aus.“

Heißes Wasser und Grippe war tödliche Kombination
Nach und nach wurde die Tragödie sichtbarer: Denis hatte den Warmwasserhahn aufgedreht. Das heiße Wasser lief in die Wanne. Der Bub konnte den Hahn nicht mehr zudrehen, das Wasser wurde immer heißer: Kreislaufkollaps. „Verbrühungen hatte er keine. Der Kleine dürfte erstickt sein, vermutlich durch einen Hitzeschock“, sagt Gerichtsmediziner Johann Haberl. Ob ein grippaler Infekt, an dem der Bub litt, mit schuld war, ist noch unklar. In drei Wochen werden die histologischen Untersuchungsergebnisse erwartet.

Im kleinen Dorf im Innviertel herrscht Trauer. „Ich habe das am Donnerstag miterlebt. Ich bin fix und fertig“, so eine Nachbarin. Kerstin J.-W. ist mit den Nerven am Ende und steht in ärztlicher Behandlung.

Um den kleinen Buben trauert auch der Vater Faruk J., der seit einiger Zeit von seiner Frau getrennt lebt.

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