Graz

Ermittlungen nach Nazi-Skandal bei FPÖ-Kundgebung

14.06.2016

Gegen-Demonstrant zeigte Wiederbetätigung an und machte Fotos der Verdächtigen.

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© LPD Steiermark
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Ein Zwischenfall bei einer Kundgebung der FPÖ Anfang März am Grazer Hauptplatz hat nun - mehr als drei Monate später - zu einer öffentlichen Fahndung dreier Verdächtiger geführt: Drei Männer wurden von einem Gegen-Demonstranten angezeigt, weil sie angeblich wiederholt "Heil Hitler" und "Sieg Heil" gerufen sowie den "Kühnengruß" gezeigt hatten, hieß es am Dienstag seitens des Verfassungsschutzes.

Fotos der Verdächtigen

Die Ermittler veröffentlichten Fotos der Verdächtigen, die der Gegen-Demonstrant mit seinem Mobiltelefon gemacht hatte. Seine Schnappschüsse und ein Versuch, die Szenen zu filmen, waren den beschuldigten Männern am 3. März nicht entgangen: Einem Wortgefecht soll eine Rangelei gefolgt sein, bei der dem Beobachter das Handy aus der Hand geschlagen worden sei. Der Anzeiger war laut seinen Angaben bei der Gegen-Demonstration von "Die Partei" am Hauptplatz, ist aber Mitglied der Piratenpartei. Die angezeigten Zwischenfälle sollen kurz nach 20.00 Uhr passiert sein.

Gegen die drei Männer wird wegen des Verdachts der Wiederbetätigung im nationalsozialistischen Sinne ermittelt. Da bisherige Erhebungen keinen Erfolg brachten, hat nun die Staatsanwaltschaft die Fotos veröffentlicht. Hinweise zur Identität der Personen können an den Journaldienst des Landesamtes für Verfassungsschutz unter 059133/60 8333 gerichtet werden.

 

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