Doppelmörderin

Esti kämpft um Liebe in
 Kuschelzelle

18.10.2015

Im ÖSTERREICH-Gespräch kündigt Estibaliz C. an, gegen Hafterschwernis vorzugehen.

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© TZOe Kronsteiner
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Seit vergangenem Freitag ist Doppelmörderin Estibaliz C. (36) am Boden zerstört. Da hat ihr Gottfried Neuberger, der Chef der Justizanstalt Schwarzau, noch einmal mündlich dargelegt, was er ihr bereits schriftlich mitgeteilt hatte: Die Eislady, die zwei ihrer Männer erschoss, zerstückelte und einbetonierte, wird keine Hafterleichterungen bekommen. Sie darf weder mit Mann noch mit Kind in die sogenannte Kuschelzelle der Anstalt, wo sie unbewacht mehrere Stunden mit ihren Liebsten verbringen könnte.

Begründung: Fluchtgefahr – ÖSTERREICH berichtete exklusiv. Die Gefängnisleitung befürchtete, dass Esti ihr Kind als Geisel nehmen könnte. In einem Interview für ÖSTERREICH in unserer Sonntagsausgabe hatte sie dies entschieden zurückgewiesen: „Ich würde niemals flüchten, dann würde ich mein Kind überhaupt nicht mehr sehen.“

Sie sieht den kleinen Rolando das nächste Mal Anfang Dezember für 90 Minuten. An dem Tag werden die beiden schon ein bisschen Weihnachten feiern, denn zum eigentlichen Fest darf das Kind nicht zur Mutter.

Mörderin fühlt sich 
ungerecht behandelt
Bis dahin will Estibaliz C. die Zeit nützen, um gegen die Entscheidung des Gefängnischefs juristisch vorzugehen. „Sie fühlt sich einfach ungerecht behandelt“, sagt ein guter Bekannter: „Ihr Rechtsanwalt soll eine Klage prüfen.“

Tatsächlich scheint es Unterschiede zu geben. Eine andere Mörderin in der JA Schwarzau darf mit ihrem Mann regelmäßig in die Kuschelzelle. Sie hatte ihre vier Babys getötet …

VIDEO: Eis-Lady wollte flüchten

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