Kopfverletzungen

"Falscher Polizist" überfiel Pensionistin (91) in ihrer Wohnung

17.03.2026

Bisher war es ungewöhnlich, dass solche Betrüger Gewalt anwenden.

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© Getty/Symbolbild
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Wien. Was als ein klassischer Betrugsfall begonnen hat, wurde am Montagnachmittag in Wien-Döbling zum Raub. Laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger rief ein Mann bei einer 91-Jährigen mit Wohnung in der Heiligenstädter Straße an und gab sich als Bankangestellter aus. Man habe auf ihrem Konto verdächtige Geldbewegungen festgestellt und bitte sie daher, ihr Geld abzuheben und zu sichern. Sie ging in ihre Bankfiliale und hob tatsächlich einen niedrigen fünfstelligen Betrag ab.

Es folgte ein zweiter Anruf der Täter - wiederum vorgeblich ein Bankangestellter - bei der betagten Frau: Ein Polizist werde zu ihr kommen und das Geld sowie weitere Wertgegenstände wie Schmuck und Dukaten sichern. Wenig später klopfte ein Mann bei ihr an, gab sich als Exekutivbeamter aus und verschaffte sich so Zutritt zu ihrer Wohnung.

Ungewöhnlich: Falscher Polizist wendete Gewalt an

Was folgte, ist relativ ungewöhnlich für solche Verbrechen, denn bisher liefen diese in der Regel gewaltfrei ab: Der Unbekannte stieß die Frau nieder und entwendete Bargeld, Golddukaten sowie eine Goldkette. Mit einer Kopfverletzung wurde die 91-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand glücklicherweise nicht, die Seniorin klagte aber über Erinnerungslücken. Die Einvernahme verlief daher wenig ergiebig. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

Aus diesem Hinweis wiederholte die Wiener Polizei einmal mehr ihre Präventionshinweise:

  •  Die Polizei ruft Sie niemals an und fordert Sie zur Herausgabe von Vermögen auf.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder andere Wertsachen an Unbekannte.
  • Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.