Bei Skitour

Großglockner: Mann stürzte rund 70 Meter ab

12.12.2016

Die Bergung des 35-jährigen Deutschen dauerte vier Stunden.

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© Bergrettung NÖ/Wien (Symbolbild)
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Ein Deutscher ist am Sonntag bei einer Skitour am Großglockner rund 70 Meter über steiles und felsendurchsetztes Gelände abgestürzt. Eine Hubschrauberbergung war wegen des starken Windes nicht möglich, so die Tiroler Polizei. Daher stiegen Bergretter mit zwei Notärzten zu dem auf 2.800 Metern Höhe Verunglückten auf. Der 35-Jährige wurde nach vier Stunden mit Kopf-und Wirbelverletzungen geborgen.

Der Alpinist war Sonntagfrüh gemeinsam mit zwei Begleitern zu einer Skitour auf den Großglockner aufgebrochen. Gegen Mittag erreichte das Trio den Gipfel. Die drei stiegen nach einer Rast wieder zur Adlersruhe ab und fuhren mit Skiern über das Ködnitzkees talwärts. Wegen mehrerer Felsabbrüche mussten sie aber ihre Fahrt unterbrechen und eine Flanke queren, um wieder auf die ursprüngliche Abfahrtsroute zu gelangen.

Absturz über felsendurchsetztes Gelände

Dabei rutschte der Deutsche, der seine Ski abgeschnallt hatte, aus und stürzte 70 bis 80 Meter über die mit Felsen durchsetzte Flanke in die Tiefe. Seine beiden Begleiter setzten die Rettungskette in Gang. Die Bergretter stiegen gemeinsam mit zwei Notärzten zu dem Verletzten auf. Nach der Erstversorgung wurde der Alpinist mit Kopfverletzungen und Verletzungen an der Wirbelsäule ins Tal gebracht, von wo er in das Krankenhaus nach Lienz eingeliefert wurde.

Die Bergung konnte gegen 19.15 Uhr abgeschlossen werden. Im Einsatz standen 18 Mann der Bergrettung Kals, zwei Notärzte und ein Alpinpolizist.

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