Kärntner Tarifsystem sei »Dschungel«

Kärntner sind bei Öffi-Nutzung das Schlusslicht

09.12.2019

Gleich stolze 85 Prozent aller Pendler fahren in Kärnten mit dem Auto zur Arbeit.

Zur Vollversion des Artikels
© TZOe Raunig
Zur Vollversion des Artikels

Kärnten. Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist Kärnten österreichweites Schlusslicht. Das hat eine kürzlich ver­öffentlichte Studie gezeigt. Laut dem Verein „Fahrgast“ sei das zu wenig ­attraktive Angebot der Grund dafür, auch das ­Tarifsystem gleiche „einem Dschungel“.

85 Prozent aller Pendler fahren mit Auto zur Arbeit

Details. So würden gleich 85 Prozent der Pendler in Kärnten mit dem Auto zur Arbeit fahren, 70 Prozent sind es im Österreichschnitt. Was die Anzahl und auch die Frequenz von Bussen betrifft, gebe es massiven Verbesserungsbedarf, sagt der Verein „Fahrgast“. Auch bei Fahrkarten herrsche ein wahrer Tarifdschungel. Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel könnten das Tarifangebot kaum durchblicken, so Markus Lampersberger von „Fahrgast“.

1.500 Tickets werden in Kärnten angeboten

Volles Verständnis. Sebastian Schuschnig (ÖVP), der in Kärnten für den öffentlichen Verkehr zuständige Mobilitätslandesrat, kann die Kritik nachvollziehen. „Wenn wir uns die Tarif­zonen und Rabattmöglichkeiten anschauen, dann gibt es in Kärnten nicht ­weniger als 1.500 Tickets. Sie werden in Kärnten auch unter den Verkehrsplanern kaum jemanden finden, der diesen Ticketwald überblicken kann. Wie sollen es dann die Fahrgäste können?“

Daher sei es auch das Ziel, in Zukunft nicht nur leistbare, sondern auch ein­fache Tickets anbieten zu können. Erst müsse aber das Angebot ausgebaut werden, was ein Teil des Reformplans für den öffentlichen Verkehr in den nächsten Jahren sein würde. Besonders Augenmerk liege vor allem in den ländlichen Gebieten, die erschlossen werden sollen.

Zur Vollversion des Artikels