Jetzt spricht der Vater

Lange Haare für "Irokesen"

13.05.2012


Marcel W. (16) wollte nur eine moderne Frisur und sorgte damit für Wirbel.

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© Raunig
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An der Villacher Tourismusschule gingen die Wogen hoch. Nachdem Marcel. W. (16) sich einen Kurzhaarschnitt zugelegt hatte, suspendierte ihn sein Direktor am vergangenen Montag vom Unterricht. Begründung: Die Frisur ähnle einem „Irokesen-Schnitt“.

Doch Vater Christian W. kämpfte für den Traumberuf seines Sohnes, kontaktierte den Innungsmeister der Friseure Österreichs und sorgte dann für eine Aussprache. Seit Donnerstag darf Marcel wieder die Schulbank drücken.
Jetzt spricht der Vater Christian W. über den haarigen Streit.

ÖSTERREICH: Wie geht es Marcel jetzt?
Christian W.: Er ist froh, dass er wieder in die Schule gehen darf. Er hatte nie damit gerechnet, dass seine neue Frisur so einen Wirbel macht (lacht).

ÖSTERREICH: Kannte er nicht die Schulordnung?
W.: Doch natürlich. Und an die hat er sich gehalten. Darin steht, dass die Schüler einen kurzen Haarschnitt passend zur eleganten Kleidung tragen müssen.

ÖSTERREICH: Wie wird sich Marcel jetzt nach der Aussprache verhalten?
W.: Auf Wunsch des Direktors wird er seine Haare länger wachsen lassen. Aber ab dem 21. Mai wird er wegen eines Praktikums zwei Monate nicht in der Schule sein. Ich bin gespannt, ob seine Frisur dann wirklich stört.

ÖSTERREICH: Sie meinen die Hotelgäste?
W.: Ja. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man nett ist und Charme hat, sind die Gäste zufrieden. Kein Mensch achtet dann auf die Frisur.

ÖSTERREICH: Was halten Sie von den strengen Regeln?
W.: Man muss nicht päpstlicher sein als der Papst.

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