Völlig legal

Wirbel um Bärenfleisch: Jetzt wehrt sich der Kärntner Händler

07.04.2025

Tage nach der Aufregung um Wurst mit Bärenfleisch, die in einem Kärntner Onlineshop angeboten wird, hat sich der Betreiber des Shops auf APA-Anfrage gerechtfertigt  

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© Getty (Symbolbild)
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Der Verkauf der Wurst sei "vollständig im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Vorgaben", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Und: Man habe die Wurst bereits seit fünf Jahren im Sortiment.

Tierschutz Austria hatte am vergangenen Freitag angekündigt, Anzeige gegen den Händler erstattet zu haben. Denn: Nicht nur das Töten, sondern auch der Handel von streng geschützten Tierarten sei laut Kärntner Naturschutzgesetz verboten. Deshalb habe man mit dem Anbieten der Würste, die 64 Euro pro Kilogramm kosten und neben Schweinespeck auch Bärenfleisch enthalten, gegen das Gesetz verstoßen. Das Angebot war auch am Montag noch unverändert online.

 Aus "kontrollierter, legaler Jagd"

 "Wir verstehen, dass das Thema Bärenfleisch bei vielen Menschen starke emotionale Reaktionen auslöst", hieß es am Montag von dem betroffenen Unternehmer. Aber der Vorwurf, "durch unser Angebot den Abschuss bedrohter Arten zu fördern, entbehrt aus unserer Sicht jeder Grundlage". Das verwendete Fleisch stamme aus kontrollierter, legaler Jagd in Slowenien. Geliefert werde es von einem zertifizierten Wildbretbetrieb und verarbeitet durch eine Fleischerei im slowenischen Tolmin.

Vor der Aufnahme der Wurst ins Sortiment habe man bei dem Onlineshop "sämtliche relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft", hielt der Betreiber fest - "insbesondere im Hinblick auf das österreichische Naturschutzgesetz, das EU-Lebensmittelrecht sowie internationale Artenschutzabkommen (CITES)". Und gleich mehrmals wird betont, für "Herkunftssicherheit und rechtskonformen Vertrieb regionaler Lebensmittel" einzustehen: "Sollte es seitens der Behörden Rückfragen geben, stehen wir selbstverständlich zur Verfügung und werden alle Unterlagen offenlegen."
  

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