Kirchenbeitrag

Klagen und Exekutionen angestiegen

16.04.2011


Über 30.000 mal ließ die Kirche ausstehende Beiträge gerichtlich einfordern.

Zur Vollversion des Artikels
© APA
Zur Vollversion des Artikels

Die katholische Kirche musste im vergangenen Jahr ausständige Kirchenbeiträge vermehrt gerichtlich einfordern. Wurden 2009 noch 27.244 entsprechende Klagen gezählt, waren es 2010 - dem Jahr des Bekanntwerdens der Missbrauchsfälle - schon 30.691 (plus 12,7 Prozent). Das geht aus der Beantwortung einer von der FPÖ gestellten parlamentarischen Anfrage durch Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (V) hervor.

Zunahme auch bei Exekutionen
Auch der Streitwert stieg an, und zwar von 7,85 auf 8,67 Mio. Euro (plus 10,4 Prozent). Noch stärker nahm die Zahl der Exekutionsanträge zu, allerdings fallen darunter nicht nur Kirchenbeitragsforderungen, sondern etwa auch ausständige Miet- oder Pachtzinsen. Die Zahl der Exekutionsfälle stieg von 9.697 auf 12.130 (plus 25,1 Prozent), die Forderungssumme von 2,64 auf 3,45 Mio. Euro (plus 30,7 Prozent).

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel