Unfälle häufen sich

Lawinen-Angst lähmt Österreich

16.02.2012

Seit zwei Tagen donnern heftigste Schneemassen von Österreichs Bergen talwärts.

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Der Neuschnee sorgt in Österreich für absolutes Chaos. Mehrere Lawinenabgänge schnitten Donnerstagmorgen ganz Vorarlberg vom Rest des Landes ab. Weder Straßen noch Bahnstrecken konnten passiert werden, ganze Talschaften waren wegen verschütteter und gesperrter Straßen nicht erreichbar. Den ganzen Tag über rutschten tonnenschwere Schneebretter ins Tal, rissen Menschen mit, begruben Straßen unter sich.

Alpinisten im Lungau verschüttet
In Zederhaus im Salzburger Lungau haben am Freitag laut Polizei drei Personen ein Schneebrett losgetreten. Zwei von ihnen konnten sich selbst aus der Lawine befreien. Eine Person wurde verschüttet.

Skifahrer in Lech verschüttet
In Lech am Arlberg ist am Freitagmittag eine Person von einer Lawine verschüttet worden. Der Skifahrer war im Bereich Litzen - Zugertobel im freien Skiraum unterwegs, als sich gegen 12.15 Uhr ein Schneebrett löste und den Mann erfasst. Der Wintersportler wurde bei einer sofort eingeleiteten Suchaktion per Verschütteten-Suchgerät geortet und rasch geborgen. Nach der Versorgung durch den Notarzt an Ort und Stelle wurde der Skifahrer ins Krankenhaus geflogen.

Arlbergorte wieder erreichbar
Seit Freitag früh sind die Arlbergorte Lech, Zürs und Stuben wieder auf dem Straßenweg erreichbar . Weiter unterbrochen blieb dagegen vorerst die Arlbergbahnstrecke, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Auch im Montafon entspannte sich die Situation. Die Montafoner Straße (L188) war zwar ab Schruns wegen Lawinengefahr gesperrt, es wurde aber eine Umleitung für den Verkehr eingerichtet.

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Tirol: Situation "heikel"
In Tirol warnen die Experten vor einer "heiklen" Lawinen-Situation. Unerfahrenen Variantenfahrern oder Skitourengehern wurde "dringend" empfohlen, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen. Die Lawinensituation werde sich nur langsam entspannen.

Kritische Lage in Salzburg
Auch in Salzburg ist die Lage kritisch. Laut Experten kann es immer noch zu spontanen Lawinen-Abgängen kleinen bis mittleren Ausmaßes kommen.

NÖ: Hohe Lawinengefahr
In Niederösterreich ist die Lawinen-Sitaution angespannt. Durch 15 Zentimeter Neuschnee besteht die Gefahr spontaner Schneebretter und Lockerschneelawinen im steilen Gelände. In den Ybbstaler und Türnitzer Alpen sowie im Rax-Schneeberggebiet wurde die Gefahr als groß bezeichnet, hier galt Warnstufe 4, in den Gutensteiner Alpen und in den Regionen Semmering und Wechsel Stufe 3.

Abgeschnitte Orte in der Obersteiermark wieder frei
Die Sperren nach St. Nikolai, Kleinsölk und Radmer konnten Donnerstagabend aufgehoben werden. Freitagvormittag herrschte im Raum Liezen wieder dichter Schneefall, zu neuerlichen Verkehrsbehinderungen kam es jedoch vorerst nicht. 

OÖ: Situation angespannt
Zwar wurde die Warnstufe von vier auf drei gesenkt, Experten rieten aber nach wie vor zu erhöhter Vorsicht, vor allem bei Skitouren. Koppenpass und Hengstpass waren weiterhin gesperrt. Gosau, das am Donnerstag zeitweise vom restlichen Bundesland abgeschnitten war, konnte wieder mit dem Auto von Oberösterreich aus erreicht werden.

 

Familien-Wohnhaus wurde von einer Lawine begraben

  • Am späten Nachmittag wurde ein Tourengeher am Zirbitzkogel (Stmk.) unter einer Lawine tot gefunden.
  • Am Abend wurde in der Roßeck (Obersteiermark) ein Alpinpolizist (56) tot geborgen. Er war vor den Augen seiner Frau verschüttet worden.
  • In St. Christoph am Arlberg rutschte ein massives Schneebrett knapp vor ein Hotel und schnitt das Haus von der Außenwelt ab.
  • Eine Familie in Maria Alm kam mit dem Schrecken davon: Ihr Haus wurde von einer Lawine begraben.

© Feuerwehr Maria Alm

(c) Feuerwehr Maria Alm

  • Mindestens einen Tourengeher erwischte es in Osttirol: Lawinenabgang in den Villgratener Alpen.
  • Lawine auch im Zillertal: Ein Verschütteter wurde rechtzeitig geborgen.
  • Aus Schneemassen gerettet wurde ein Wintersportler aus Oberösterreich, der in Kärnten auf Tour war.
  • Werfenweng: Ein Skifahrer war 100 Meter von Schneemassen mitgerissen worden, ehe er sich mit letzter Kraft selbst befreien konnte.
  • In Ischgl konnten mehrere Verschüttete erfolgreich geborgen werden.
  • Am Mittwoch starb auf einer freigegebenen Piste ein Schwede.

Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol: „Der Winter hat’s in sich. Seit über 30 Jahren gab’s nicht mehr so viel Schnee. Das Wochenende bleibt weiterhin kritisch – also Vorsicht auf den Pisten!“

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19:49 Uhr: Am späten Donnerstagnachmittag konnte in Vorarlberg der gesperrte Abschnitt der Bregenzerwaldstraße (L200) für den Verkehr freigegeben werden, auf einer Umleitung war auch das Hochmontafon wieder erreichbar. Damit war im Montafon nur noch Gargellen von der Umwelt abgeschnitten, im Bregenzerwald gab es wieder eine aufrechte Straßenverbindung in alle Ortschaften.

19:41 Uhr: Der Unfall selbst war nicht beobachtet worden. Alpinpolizisten hatten im Zuge einer Übung am Nachmittag Spuren gesichtet, die direkt in einen Lawinenkegel hinein, aber nicht mehr heraus führten. Weil man befürchtete, dass eine Person unter den Schneemassen befinden könnte, wurde eine Suche eingeleitet. Rund 80 Kräfte von Alpinpolizei und Bergrettung waren mit einigen Suchhunden im Einsatz.

18:50 Uhr: Ein Skitourengeher ist am Donnerstag bei einem Lawinenunglück auf dem Zirbitzkogel in der Obersteiermark (Bezirk Murtal) ums Leben gekommen. Der Tote wurde am frühen Abend von den Suchmannschaften gefunden, wie die Polizei bekanntgab.

18:02 Uhr: Strommast durch Lawinenabgang in Salzburg beschädigt
Eine Lawine hat einen Strommast im Salzburger Hagengebirge beschädigt. Deshalb sei die 220-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Salzburg und Tauern derzeit ausgefallen, informierte die Austrian Power Grid AG (APG). "Die Versorgungssicherheit Salzburgs ist aufgrund der Anspeisung durch den ersten Teil der Salzburgleitung (aus dem Norden) weiterhin gegeben."

17.37 Uhr: Lawine in der Steiermark
Schauplatz eines weiteren Sucheinsatzes war Donnerstagnachmittag der Zirbitzkogel bei Knittelfeld. Bei einer Übung der Alpinpolizei war man auf eine Lawine gestoßen, in die Spuren führten. Die Suche wurde aufgenommen, es war aber zunächst unklar, ob sich tatsächlich Personen unter den Schneemassen befanden.

17.27 Uhr: Suche nach Opfer in der Steiermark
Bei dem Verschütteten handelt es sich um einen 56-jährigen Alpinpolizisten. Er war mit seiner Ehefrau auf den Hausberg, die Mugl (1.630 Meter), unterwegs, als er vermutlich ein Schneebrett auslöste. Seine Frau alarmierte die Rettungskräfte und begann selbst mit der Suche. Insgesamt waren rund 30 Helfer von Bergrettung und Alpinpolizei mit Suchhunden im Einsatz - sie konnten aber bis zum späten Nachmittag keinen Erfolg vermelden. Hubschrauber konnten aufgrund orkanartiger Sturmböen nicht eingesetzt werden.

17.17 Uhr: Lawinenopfer "foppt" Einsatzkräfte
An der Nase herumführen lassen mussten sich Salzburger Bergretter. Ein laut Augenzeugen von einer Lawine am Pischlingberg verschütteter Variantenfahrer hat sich wenig später selbst aus den Schneemassen befreien können. Danach ist er "einfach abgehauen", wie im Polizeibericht steht. Die daraufhin alarmierten Einsatzkräfte suchten die Lawine, unter der niemand lag, zwei Stunden lang - natürlich ergebnislos - ab. Nun wird wegen Gemeingefährdung ermittelt.

16.50 Uhr: Ein weiteres Schneebrett in Ischgl hatte sich zwischen der Gampenbahn Talstation und der Bodenalpbahn gelöst, nachdem eine Skifahrerin außerhalb der Pisten unterwegs gewesen war. Sie wurde von der Lawine verschüttet, allerdings unverletzt von der Pistenrettung geborgen.

16.44 Uhr: Lawinen in Ischgl
Eine Frau wurde nach Angaben der Silvretta Seilbahn AG verletzt ins Krankenhaus gebracht. Sie und ein weiterer Wintersportler einer zehnköpfigen Gruppe waren abseits des gesicherten Skiraums im Bereich Klamm unterwegs gewesen. Beide wurden von ihren Begleitern rasch ausgegraben. Die Verschütteten sollen ansprechbar gewesen sein.

16.41 Uhr: Mehrere Verschüttete bei Lawinenabgängen in Ischgl
Nächster Lawinenabgang in Tirol. Die Verschütteten wurden jedoch alle geborgen.

16.22 Uhr: Tourist in Tirol geborgen
Bei dem Lawinenabgang im Tiroler Zillertal wurde ein Tourist aus Argentinien einen halben Meter unter den Schneemassen von einem Suchhund gefunden. Über den Gesundheitszustand war vorerst noch nichts bekannt. Er sei mit dem Hubschrauber am Weg in die Uni-Klinik Innsbruck. Der Snowboarder war mit anderen Wintersportlern im freien Raum auf rund 1.500 Meter Seehöhe im Skigebiet Hochzillertal unterwegs gewesen, als sie die Lawine auslösten.

16.02 Uhr: Nächstes Lawinen-Opfer
Bei einem Lawinenabgang ist Donnerstagnachmittag am Roßeck (Bezirk Leoben) ein Tourengeher verschüttet worden. Die Bergung des Mannes - es handelt sich um einen Polizeibeamten, der in Begleitung seiner Frau war -, sei im Gange.

15.48 Uhr: Schnee-Behinderungen in Graz
In Graz gab es in der Nacht auf heute mit rund 15 Zentimeter den ersten nennenswerten Schneefall dieses Winters. Verursacht durch die motorisierten Individualverkehr kam es bei den Straßenbahnen und Bussen zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Die Räumdienste sind mit über 200 Mitarbeitern und rund 80 Fahrzeugen im Einsatz.

15.37 Uhr: Skifahrer im Zillertal verschüttet:
Bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Hochzillertal im Tiroler Bezirk Schwaz ist  ersten Informationen nach eine Person verschüttet worden. Die Suchaktion sei am Laufen, teilte der zuständige Betreiber, die Bergbahnen Hochzillertal, mit. Das Opfer soll allerdings lebend geborgen und ins Krankenhaus gebracht worden sein. Die Skifahrer dürften abseits der Piste im ungesicherten Skiraum ins Tal gefahren sein und dabei selbst eine Lawine ausgelöst haben

15.29 Uhr: Oberösterreicher von Lawine erfasst:
Bei einem Lawinenabgang in der Asten (Bezirk Spittal) in Kärnten ist am Donnerstag unterhalb des Mohar (2.604 Meter) ein 61 Jahre alter Tourengeher aus Oberösterreich erfasst worden. Der Mann wurde laut Angaben des Roten Kreuzes von Bergkameraden rasch geborgen und vom Rettungshubschrauber RK1 mit Rippenverletzungen ins Bezirkskrankenhaus Lienz in Osttirol geflogen. In Kärnten gilt heute die Lawinenwarnstufe drei.

15.22 Uhr: Eilmeldung: Ein Verschütteter bei Lawinenabgang im Tiroler Zillertal. Mehr Infos in Kürze.

15.19 Uhr: Wetterprognose Montag:
Die kommende Woche beginnt verbreitet bewölkt und gebietsweise regnet oder schneit es. Im Süden ist zwischendurch mit stärkerem Schneefall zu rechnen, der sich vom Norden her bis in die Niederungen ausbreitet. Am Nachmittag kommt dann von Vorarlberg bis ins östliche Niederösterreich die Sonne heraus, während der Wind weiterhin mäßig weht. Die Frühtemperaturen liegen bei minus sieben bis plus eins Grad, die Tageshöchsttemperaturen erreichen null bis plus fünf Grad.

15.04 Uhr: Wetterprognose Sonntag:
Sonnenschein wird es am Sonntag am ehesten im Süden geben, ansonsten dominieren die Wolken. Vor allem im Westen und Norden wird es wieder regnen und zwischen 700 und 1.000 Metern auch schneien. Der Wind wird mäßig aus Südwest und Nordwest wehen und die Temperaturen bewegen sich zwischen minus sechs bis plus eins Grad in der Früh und plus zwei bis acht Grad während des Tages.

14.49 Uhr: Wetterprognose Samstag:
Der Samstag beginnt für weite Teile Österreichs mit tiefen Wolken. Im nördlichen Salzburg bis ins Nordburgenland, Teile der Obersteiermark eingeschlossen, kann es leicht regnen, nieseln und in höheren Lagen etwas schneien. Im Rest des Landes verläuft der Tag recht freundlich und zunehmend sonnig. Auch der Wind lässt überall nach. Die Temperaturen reichen von minus sieben bis plus zwei Grad in der Früh und von plus zwei bis neun Grad tagsüber.

14.34 Uhr: Wetterprognose Freitag:
Am Freitag soll es im Westen und Süden zeitweise sonnig und weitgehend trocken bleiben, überall sonst ist mit Niederschlägen und trübem Wetter zu rechnen. Im Flachland sind zumindest am Nachmittag einige Sonnenstrahlen zu erwarten. Vor allem im Donauraum und in Teilen des Burgenlandes bläst starker Wind, im übrigen Österreich sollte er deutlich schwächer sein. Die Schneefallgrenze wird sich auf 400 bis 800 Meter Seehöhe zurückziehen, während die Frühtemperaturen bei minus sieben bis zwei Grad und die Tageshöchstwerte zwischen null und plus drei Grad liegen.

14.22 Uhr: Sehen Sie hier alle Straßensperren auf einen Blick >>>

14.11 Uhr: Alle Bilder vom Lawinenabgang vor dem Eingang des Alpenhotels:

13.59 Uhr: Die Frostperiode in der ersten Februar-Hälfte in Österreich hat den Erdgas-Verbrauch auf die doppelte Menge hochschnellen lassen wie sonst um diese Jahreszeit üblich. Allein aus den Vorräten der RAG (Rohöl-Aufsuchungs AG), die gut 70 Prozent der heimischen Speicher betreibt, wurden von 1. bis 14. Februar 490 Mio. Gas an in- und ausländische Verbraucher geliefert - so viel wie sonst in einem ganzen Winter-Monat.

13.45 Uhr: Die dramatischen Bilder aus Maria Alm:

13.38 Uhr: Lawine donnert in Maria Alm (OÖ) gegen Wohnhaus:
In Maria Alm im Pinzgau traf eine Lawine die Rückseite eines Wohnhauses, laut Landeswarnzentrale sind dabei keine Personen verletzt worden. Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun: Feuerwehrleute räumten die Schneemassen weg, die auf ein privates Wohnhaus in Maria Alm gedonnert waren, in dem zwei Familien wohnen. "Eine etwa hundert Meter lange und 50 bis 70 Meter breite Grundlawine ist einen Hang heruntergerutscht und hat das Haus auf der Rückseite zwei bis drei Meter hoch zugeschüttet. Es sind aber keine Fenster geborsten und es ist niemand zu Schaden gekommen", schilderte Markus Reichholf von der Bergrettung.

13.29 Uhr: Lawine erfasst Tourengeher in Tirol:
Bei einem Lawinenabgang auf der sogenannten Pürgles Gungge (2.500 Meter) in den Villgratener Bergen in Osttirol ist mindestens ein Tourengeher verschüttet worden. Dieser hatte sich ersten Informationen der Bergrettung zufolge selbst befreien können. Die Gruppe bestand aus insgesamt fünf Mitgliedern. Helfer suchen noch nach den 4 Wintersportler. Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig. Aufgrund des böigen Windes hätten die Hubschrauber nicht landen können, hieß es.

13.11 Uhr: Lawinenkommission: Im Fall des Lawinentoten auf einer Piste in Tirol am Mittwoch ermitteln nun Sachverständige.

12.57 Uhr: Die Plusgrade, die tagsüber herrschen, sorgen weiterhin für ein milderes Wetter. Für die kommenden Tage werden sich in weiten Teilen Österreichs Sonne und Regen abwechseln, die Schneefallgrenze steigt bis zum Wochenende auf 700 bis 1.000 Meter. Nach einigen Regen- und Schneeschauern am Montag setzt sich die kommende Woche wieder sonnig und mild fort. Das geht aus der Prognose der ZAMG vom Donnerstag hervor.

12.41 Uhr: Sehen Sie hier alle Straßensperren auf einen Blick >>>

12.30 Uhr: Die S16 hatte am Mittwochabend nach einem Lawinenabgang ab Wald am Arlberg gesperrt werden müssen, damit war die Zufahrt zum Arlbergtunnel unterbrochen. Die Lawinenkommission gab am Donnerstagvormittag aber Grünes Licht für die Räumung der Straße. Weiter gesperrt war die Verbindung über den Arlbergpass, auch die Bahnstrecke war zumindest bis Donnerstagabend nicht passierbar.

12.15 Uhr: Endlich: Die S16, die Arlberschnellstraße, ist für den Verkehr wieder freigegeben.

11.54 Uhr: Glück gehabt: Bei dem Lawinenabgang vor einem Hotel in Tirol dürfte niemand verschüttet worden sein. "Es wurde mehrmals sondiert", teilte ein Polizist mit. Rund 60 Mann der Bergrettung und der Freiwilligen Feuerwehren sowie Suchhunde waren beim Einsatz an Ort und Stelle. Die Lawine hatte sich von einer Böschung gelöst und die Hotel-Zufahrtsstraße auf einer Länge von rund 40 Meter und zwei Meter Höhe verschüttet. Der Verkehrsweg soll nun geräumt werden.

11.39 Uhr: Die Oberösterreichischen Feuerwehren hatten gestern Abend alle Hände voll zu tun. Auf vielen Straßen blieben PKW in den Neuschneemassen stecken.

© FF Ohlsdorf

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11.26 Uhr: Neuschnee, Wind und Lawinen haben auch in der Obersteiermark seit gestern Nachmittag für massive Verkehrsbehinderungen gesorgt. Mehrere Hauptstraßen waren gesperrt, einige Orte nicht erreichbar. Arg betroffen sind wieder die ÖBB, die den Schienenverkehr im Ennstal und im Salzkammergut sowie den Postbus-Verkehr im Gesäuse vorübergehend einstellen mussten. Bei Mandling blieb ein Nahverkehrszug stecken. In Graz gibt es erstmals in diesem Winter richtig Schnee, was sich auch in Verspätungen im öffentlichen Verkehr niederschlägt.

11.11 Uhr: Im Tiroler Skigebiet Hochzillertal haben sich am Mittwoch Drei tschechische Snowboarded verirrt und mussten von der Bergrettung geborgen werden. Die 26-, 21- und 16-jährigen Männer waren im Gebiet von Söggenaste auf einer Variante gefahren und hatten aufgrund des Schneefalls und der Unkenntnis im Gelände die Orientierung verloren. Sie wurden unverletzt ins Tal gebracht, teilte die Polizei heute mit.

11.07 Uhr: Lugner-Helikopter bekam wegen Sturms Startverbot: Der Helikopter hätte Richard Lugner mit seinen Stargästen Brigitte Nielsen und Roger Moore zum Mittagessen fliegen sollen, musste aber wegen der starken Witterung abgesagt werden. "Wir haben wegen des Sturms keine Starterlaubnis bekommen", sagte der Baumeister. Das geplante Mahl bei "Luigi" in Gloggnitz im südlichen Niederösterreich wird aber trotzdem stattfinden. "Jetzt fahren wir halt mit dem Auto hin", betonte Lugner.
 

10.54 Uhr: Sehen Sie hier alle Straßensperren auf einen Blick >>>

10.42 Uhr: In Bayern ist die Schneesituation ebenfalls angespannt, wie dieses Foto beweist:

© APA/dapd/Meinhold

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10.29 Uhr: Zwischen all den Meldungen über das Schneechaos gibt es in Niederösterreich auch eine positive Nachricht für Langlauf-Fans: Die Loipenbedingungen sind zur Zeit hervorragend. Über 740 Loipen-Kilometer stehen begeisterten Wintersportler zur Verfügung.

10.20 Uhr: Das aktuelle ZAMG-Satellitenbild:

© ZAMG

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10.15 Uhr: Auch in Oberösterreich bleibt die Lawinengefahr - bedingt durch ergiebige Neuschneemengen und Sturm - weiterhin hoch. Es herrschte Warnstufe vier, Tendenz gleichbleibend. Das bedeutet, dass Selbstauslösungen möglich sind. Auch weit unterhalb der Baumgrenze sei das Risiko groß, warnten Experten.

10.07 Uhr: Der Schnee hat auch Oberösterreich weiterhin voll im Griff. Zwar gab es im Frühverkehr wesentlich weniger Probleme als gestern, aber die großen Passstraßen im Süden des Bundeslandes sind immer noch wegen Lawinengefahr gesperrt. Gosau im Bezirk Gmunden ist nur von Salzburg aus erreichbar.

10.00 Uhr: Das Alpenhotel St. Christoph:

© Alpenhotel St. Christoph/www.arlberg.cc

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09.55 Uhr: Lawinenabgang in Tirol:  Eine Lawine hat Donnerstagvormittag eine Hotelzufahrt in Tirol verschüttet. Ersten Informationen nach soll die Straße bis zu zwei Meter von den Schneemassen begraben worden sein. "Alle Hotelgäste und Mitarbeiter sind im Haus", teilte die Leiterin des Alpenhotels St. Christoph, Elisabeth Wechselberger, mit. Die Zufahrt sei rund 100 Meter vom Gebäude entfernt.

09.51 Uhr: Über 300 Reisende saßen fest: Gegen 18.40 ist am Mittwochabend bei Dalaas eine Lawine auf die Arlbergstrecke abgegangen. In der Folge fiel der Zugverkehr aus, zahlreiche Reisende strandeten in den Bahnhöfen Landeck und Bludenz. "Am Bahnhof Landeck waren es rund 200 Reisende, in Bludenz etwa 120 Personen", so Zumtobel. Wer nicht nach Hause zurückkonnte, sei für die Nacht in einer beheizten Zuggarnitur oder in Pensionszimmern untergebracht worden.

09.50 Uhr: Die Arlbergbahnstrecke wird laut den ÖBB am Donnerstag wegen der Lawinengefahr wohl unterbrochen bleiben. Das erklärte in der Früh ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Die Sperre der S16 bleibt laut der Autobahnpolizei Bludenz zumindest bis Mittag aufrecht.

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09.43 Uhr: Eilmeldung: In Tirol erreichte eine Lawine einen Hoteleingang. Mehr dazu in Kürze.

09.41 Uhr: In Niederösterreich besteht momentan auf insgesamt 15 Straßen für LKWs Schneekettenpflicht. Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee im Mostviertel im Raum Lilienfeld und Scheibbs machen das Vorankommen schwierig.

09.30 Uhr: Ebenso wurde die Strecke zwischen Scharnitz nach Mittenwald in Bayern (Karwendelbahn) wegen der aktuellen Wettersituation geschlossen. Auch dort gibt es keine Alternative, da auch hier die Straße gesperrt ist. Zwischen Innsbruck und Scharnitz besteht für Reisende keine Einschränkung. Keinen Zugverkehr gibt es vorerst auch auf der Außerfernbahn zwischen Reutte und Garmisch. Dort wurde allerdings ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

09.23 Uhr: Wegen der erhöhten Lawinengefahr durch den Neuschnee der vergangenen Stunden haben die ÖBB am heute früh die Bahnverbindung zwischen Landeck in Tirol und Bludenz in Vorarlberg gesperrt. Ein Schienenersatz konnte nicht eingerichtet werden, denn auch die Arlbergschnellstraße (S 16) ist momentan gesperrt. Einzige Möglichkeit: Eine großräumige Umleitung über Lindau in Bayern und München.

09.15 Uhr: Die aktuelle Wetter-Übersicht: Die Temperaturen in ganz Österreich liegen um die 0 Grad. In der Bundeshauptstadt Wien werden momentan bei bewölktem Himmel 2 Grad plus gemessen, in Klagenfurt hingegen bei Sonnenschein minus 2 Grad.

 

09.03 Uhr: Der Betrieb der Arlbergbahn-Strecke musste in der Nacht eingestellt werden, nachdem bei Dalaas eine Lawine abgegangen war. Ein Schienenersatzverkehr war aufgrund der Sperre der S16 nicht möglich.

08.53 Uhr: Laut Landeswarndienst fielen am Mittwoch in Vorarlberg über 60 Zentimeter, stellenweise sogar bis zu 70 Zentimeter, Neuschnee. Mit dem Abgang von Lawinen müsse gerechnet werden, abseits der Pisten sei die Situation "sehr heikel", hieß es. Die Lawinengefahr werde nur langsam abnehmen.

08.45 Uhr: Am Mittwochabend ging gegen 20.30 Uhr ein etwa 20 Meter langes Schneebrett auf die Arlberg-Schnellstraße (S16) zwischen der Raststätte Klösterle und dem Langener Tunnel ab. Die Straße wurde etwa einen Meter hoch verschüttet, dabei wurde auch ein Pkw leicht beschädigt. Eine Person wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Um 21.45 Uhr wurde die S16 ab Wald am Arlberg aus Sicherheitsgründen gesperrt.

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